Weihnachtsmarkthorror

Ich bin ja etwas zwiegespalten, was solche Veranstaltungen angeht. Zum einen hasse ich Weihnachtsmärkte wie die Pest, zum anderen sind sie fast die einzige Möglichkeit einen Glühwein zu bekommen.
Also gehe ich da halt auch mal hin und – schäm – der in St. Blasien war im vergleich ja auch gar nicht soooo schlecht.

Und zwar im Vergleich zu unserem hier im wunderschönen LU – nicht missverstehen, ich lebe tatsächlich sehr gerne hier, aber das ist eine andere Geschichte.

Das ist aber auch kein Wunder, denn diesen Markt als Weihnachts- oder Adventsmarkt zu bezeichnen grenzt an… an… an das, an was es eben grenzt, wenn man diese Ansammlung von Fressbuden und das (Über-)Angebot an billigem Jahrmarktskram (inklusive dreier Fahrgeschäfte) als Weihnachts- oder Adventsmarkt bezeichnet.

Jedenfalls wusste ich gestern Abend nicht so ganz, ob ich weinen oder doch lieber Conga tanzen sollte. Die Temperatur mag für mein Conga-Bedürfnis ein wenig verantwortlich gewesen sein, darüber will ich mich gar nicht beschweren.
Das was den Besuch zum Horrortrip gemacht hat wurde – neben dem bereits beschriebenen Angebot – über Lautsprecher verbreitet: Die Musik!

Aus hunderten dieser strategisch platzierten Terrormaschinen dröhnte eine Mischung “erlesener” (Vor-)Weihnachtlicher, der Jahreszeit sicherlich nicht entsprechender “Musik”.
Die Stilrichtungen oszillierten heftig zwischen “heimatlicher Schlager zur Weihnachtszeit” und “fröhlicher Urlaub auf Mallc”. Ohne Worte!

Nur weil die Weihnachtsmarkt-Konkurrenz in der Region sehr groß ist und der – glücklicherweise – warme Dezember vielleicht dazu anreizt, muss man doch keine Beachparty à la runtergekommener Urlaubsort in der absoluten Nebensaison veranstalten, oder?

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