Dentalorgan
Ich liebe meinen Zahnarzt! Nein, nicht in der Art, ich gehe nur gerne hin. Schließlich war es der erste, bei dem ich weder Panikattacken, noch irgendwelche anderen “Ausfälle” hatte, sondern ganz entspannt auf dem Behandlungsstuhl sitze und gelassen bin. Also auch nicht mehr in die Finger beiße oder vor Aufregung kotze! Mag an seinen wunderschönen grünen Augen liegen.. hehehe
Von daher gehe ich auch gerne und regelmäßig zur Kontrolle. Mit dem Ergebnis: alle Beißerchen in Ordnung!
Naja, nicht so ganz… ein Zahnproblem gibt es: nächtliches Zähneknirschen, oder in fremdwörterisch: Bruxismus. Aber es ist eigentlich kein Zahnproblem an sich, sondern - von ein paar mechanischen Ursachen abgesehen - wohl eher psychisch bedingt. Ausgelöst wird das Ganze durch Stress (was auch sonst?).
Laut einer Studie der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf sollen sich konkrete Belastungssituationen auf die Kaumuskulatur auswirken und zwar in der Art, dass die Muskulatur entspannt. Man steht also mit “offenem Mund” da und nicht zähnefletschend, was eine “normale” Reaktion in der Situation wäre. Man geht also einer direkten Konfrontation aus dem Weg und verschiebt die eigentliche Verarbeitung der Belastungssituation in die Nacht. Ergebnis: Zähneknirschen.
Aber, es scheint auch einige positive Aspekte zu geben. Wer mit den Zähnen knirscht vermindert möglicherweise einen Anstieg des Noradrenalins, einem Auslöser für Stress. Damit hätte Zähneknirschen eine natürliche stressmindernde Funktion
(Das Gesundheitsblog).
Wie dem auch sei, ob als Reaktion auf Stress oder dem Stressabbau dienlich, die Zähne werden abgeschliffen und gehen mit der Zeit kaputt. Daher werde ich mir im Januar eine Bissschiene anpassen lassen. Irgendwann reicht es halt, wenn man schon selber von dem Mahlgeräusch wach wird und der Kiefer am Morgen weh tut, oder? Bin nur mal gespannt, ob das überhaupt was bringt und ob man mit dem Ding im Mund schlafen kann.

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