Was man nicht alles mitmacht

An diesem Wochenende findet ein kleiner ökumenischer Kirchentag in Mannheim statt und als atheistischer Lebenspartner eines Pfarrers geht man dann doch mal kurz mit, wenn der Geliebte Gatte sich zu seinem Arbeitsbeitrag bei der (Wieder-)Eintritts-Bude aufnimmt. Muss schließlich sehen, dass er da auch heil ankommt und nicht irgendwelchen Fremden in die Hände fällt.
Quatsch, der eigentliche Grund war für mich, dass ich mir ein paar Hypergläubige anschauen wollte, die natürlich auch ihre Info- und Bekehrungsstände dort haben. Meine Schaulust wurde nicht enttäuscht: Diverse Leute mit dämlichem entrücktem verzücktem Lächeln und übertriebenem Missions-Enthusiasmus, vom Heil des Heilands singende Eiferer etc. etc.

Okay, ich will mal nicht so sein, es gab bzw. gibt auch ein oder zwei Stände die ich unterstützen würde, wären sie nicht von religiöser Seite organisiert / dominiert, wie zum Beispiel das Mobbing-Telefon.

Aber nach knappen fünfzehn Minuten war meine Geduld mit diesem glaubensengagierten Volk aufgebraucht. Irgendwie sehen diese ganz frommen Leute auch alle gleich aus, egal aus welchem Konfessionslager sie auch kommen mögen oder welche soziale Einrichtung sie repräsentieren… *schauder*

Und weil ich dann gerade in der Stadt war, bin ich bei der Gelegenheit noch schnell in den nächsten Buchladen und habe nachgeschaut, ob dort Christopher Hitchens “God is not Great” auf Lager hat - was nicht der Fall war (weshalb ich es jetzt auch auf Amazon bestellt habe). Dafür bin ich dann noch ein wenig durch die Gänge zwischen den Regalen gestreift und habe noch schnell - zum 2. Mal - die 30-Jahre-Jubiläumsausgabe von Dawkins “Das egositische Gen” gekauft (diesmal werde ich das Buch nicht mehr ausleihen!).
Alles in allem doch ein recht netter Start in den Tag!

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