Die spinnen, die Fundamentalisten

… genauer: die christlichen Fundamentalisten. nicht nur, dass ich heute auf dem Weg nach Hause über die Vertreter einer kleinen, meist aus älteren, unrasierten und unterernährten Männern (nur eine ebenso unterernährten ältern Frau mit Kopftuch) bestehenden Gruppe gestolpert bin und mir den Zermon über “Heiligkeit der Ehe”, “böse moderne Welt” etc. anhören musste, während ich auf die Straßenbahn wartete, dann kommt auch noch ein Bericht auf 3sat über ebenso verbohrte Fundies in Amiland, zum Thema “Geheilt: Hetero - Fundamentalistische Christen in den USA versuchen, Schwule umzuerziehen”.

Besser gesagt, die aus Fundamentalisten bestehende Organisation “Exodus”. Diese “christliche” Organisation bietet Kurse und Seminare an, nach deren Besuch der Schwule/die Lesbe geheilt sein soll und ein fröhliches, heterosexuelles und - selbstredend - christliches Leben führen kann. Wer an Götter und dergleichen glaubt, dem sollte es eigentlich auch nicht schwer fallen an solchen Unfug zu glauben.

Natürlich sind diese Kurse nicht kostenlos und ich vermute, es gibt keine Geld-zurück-Garantie, falls man doch wieder homosexuellen Freuden nachgehen sollte.

Eines zeigte dieser Bericht auch sehr schön uns zwar, was die Kommunikation mit derart verblendeten Gläubigen sehr schwer macht: sie gehen davon aus, dass Homosexualität eine freie Entscheidung ist bzw. durch äußere Einflüsse ausgelöst wird.
Hilfe bringt selbstverständlich nur die Zuwendung zum Heiland. Allerdings mit wohl eher sehr geringer Erfolgs-, dafür mit hoher Rückfallquote - selbst einer der Mitbegründer hat sich abgewandt und bekennt sich endlich zu seiner Homosexualität.

Ächz! Als ob der Tag nicht schon wirr genug gewesen wäre.

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