Gemeinnützige Holocaust-Leugnung

Man glaubt es kaum, aber der seit Jahren vom Verfassungsschutz beobachtete Verein “Collegium Humanum” ist nach Recherchen von tagesschau.de gemeinnützig - Spenden für dieses Sammelbecken der Holocaust-Leugner können steuerlich abgesetzt werden.

Dieses “Collegium Humanum” - für die unter anderem auch schon die bekannten Horst Mahler, Ursula Haverbeck-Wetzel und Meinolf Schönborn gearbeitet haben - steht im Zusammenhang mit dem rechten “Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten (VRBHV)” und bietet der braunen revisionistischen Szene oragnisatorische und ideologische Unterstützung.

Der Erster Vorsitzender des VRBHV, der Schweizer Bernhard Schaub, war einer der Teilnehmer und Redner an der sogenannten “Konferenz zur Erforschung des Holocaust” - besser: Konferenz zu Holocaust-Leugnung, Geschichtsrevisionismus und Antisemitismus - in Teheran am 10.12.2006.

Kleiner Ausschnitt aus der damaligen Rede als Einblick in die wirre Gedankenwelt dieses Mannes:
Man unterstellt den revisionistischen Forschern, absichtlich zu lügen, wenn sie die Gaskammermorde bezweifeln.

Das Entscheidende ist die Festlegung des singulären Opferstatus des jüdischen Volkes in einer nicht nur welthistorischen, sondern geradezu religiösen Dimension.

Wem das noch nicht reicht, um sich übergeben zu müssen:
Sie [Anm.: die Zionisten] haben einen grossen und unverzeihlichen Fehler begangen. Sie haben ihr Imperium auf einer Lüge aufgebaut, auf der Lüge von den sechs Millionen vergasten Juden.

Nun denn, dann sind alle diese Menschen also Lügner?

Und Spenden für solche Vereine und Organisationen sollen gemeinnützig und damit steuerfrei sein?

Aber statt zu handeln schieben unsere verantwortlichen Politiker die Verantwortung nur hin und her: Big Brother-Schäuble kann sich sich nicht vorstellen, dass ein verfassungsfeindlicher Verein als gemeinnützig anerkannt sei; der NRW Innenminister Ingo Wolf fühlt sich nicht zuständig und meint, mit Verweis auf aktivitäten des Vereins in Thüringen, dass der Bund zuständig sei.

Die politische Sensibilität beim Kampf gegen Rechtsextremismus lässt sehr zu wünschen übrig! Aber da waren unsere Regierungen schon immer etwas blind.

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