Madame Butterfly
Gestern Abend endlich mal wieder kulturmäßig unterwegs gewesen - wie die Überschrift schon andeutet, in der Puccini-Oper Madame Butterfly.
Der Marineoffizier Pinkerton kauft sich in Nagasaki ein Haus und die Geisha Cho-Cho-San, genannt Madame Butterfly, gleich mit. Er plant gar, die Japanerin zu heiraten - allerdings mit dem Hintertürchen, dass die Hochzeit nach amerikanischen Recht nicht anerkannt wird. Der amerikanische Konsul Sharpless taucht auf und rät Pinkerton, von der geplanten Spaß-Hochzeit ab.
Pinkerton sind die Ratschläge egal, doch dummerweise ist Butterflys Liebe aber echt: Pinkerton zuliebe ist sie gar zum Christentum übergetreten. Das führt während der Hochzeitszeremonie zum Eklat: Butterflys Onkel Bonze taucht auf und verflucht die Glaubensabtrünnige. Cho-Cho-San ist verängstigt, glaubt aber, von ihrem Mann beschützt zu werden.
Pinkerton verlässt Japan und so vergehen drei Jahre. Butterfly, die einen Sohn von ihm hat, glaubt jedoch unerschüttert an seine Rückkehr. Schließlich taucht der Konsul dann tatsächlich mit einer Nachricht Pinkertons auf (der hat inzwischen eine Amerikanerin geheiratet, was die Gute jedoch nicht weiß). Butterfly ist also überglücklich und wartet, dass Pinkerton endlich zu ihr kommt… sie darf natürlich die ganze Nacht warten und der Knilch taucht nicht auf.
Am nächsten Morgen kommen der Konsul und Pinkertons Neue, um den Sohn mitzunehmen. Sie bearbeiten Cho-Cho-Sans Dienerin Suzuki, ihrer Herrin das Ganze schmackhaft zu machen.
Ende vom Lied: Butterfly gibt ihren Sohn weg und bringt sich um.
Tragisch, aber auch eine lustige Oper, die ich unbedingt sehen wollte. Und nun warte ich nur noch darauf, dass endlich irgendwo Lakmé gespielt wird. Aber darauf werde ich wohl noch lange warten dürfen…

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