Papst an Universität nicht willkommen

Der Rektor der römischen Universität “La Sapienza”, Renato Guarini, hat Herrn Ratzinger - mittlerweile besser bekannt als B16 - eingeladen, am kommenden Donnerstag in einem kleinen Festakt das neue akademische Jahr zu eröffnen.

Dann forderten insgesamt 67 Professoren (darunter gar der Präsident des Nationalen Forschungsrates Luciano Maiani), dass der B16 wieder ausgeladen wird. Grund für diesen Papst-Boykott ist eine Äußerung Ratzingers aus dem Jahr 1990, bei der er auf einer Veranstaltung den Prozess gegen Galileo Galilei als “gerecht” und “vernünftig” bezeichnet hat.

Witzigerweise wurde die Universität 1303 von einem Vorgänger B16 gegründet - wie der Papst-Sender “Radio Vatikan” verlautbaren lies. Wahrscheinlich soll damit angedeutet werden, dass es ohne Christentum keinen Wissenschaft gebe - wundern würde es mich nicht.

Neben den Professoren wollen auch viele Studenten der naturwissenschaftlichen Fakultäten, dass B16 zu Hause bleibt:
Protestplakate mit “La sienca é laica” oder “No Pope” zieren nun die Universitätsgebäude; Physikstudenten veranstalten eine antiklerikale Woche. Der Protest scheint auch nicht auf Rom beschränkt zu bleiben: Studenten aus ganz Italien wollen anreisen, um gegen den Papst zu demonstrieren.

Ihre Forderung: Die Universität muss vom Vatikan unabhängig bleiben.

Es soll natürlich nicht verschwiegen werden, dass nicht alle Studenten sich an den Protesten beteiligen, sondern mit Gebeten in der Uni-Kapelle eine Mahnwache veranstalten.

Und das schöne: ES HAT GEKLAPPT!

Mehr Informationen bei Corriere della Sera.it: Ratzinger non andrà alla Sapienza

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