“Satanische Verse” und die “Christen”

Rushdies Roman “Die satanischen Verse” - erschienen 1988 - erregte gleich seiner Veröffentlichung den Zorn der islamischen Fundamentalisten. Insbesondere der damals schon greise Ajatollah Khomeini hatte Rushdie auf dem Kieker: er sprach gleich eine FatwÄ (religiöses Gutachten), in Rushdies Fall die Todesstrafe, aus und rief die muslimische Welt auf Rushdie zu töten. Für den Mord soll/te es dann auch noch schlappe 3 Millionen Dollar (mittlerweile 6 Millionen) als Belohnung geben.

Zwar distanzierte sich im Jahr 1998 die Regierung Teherans in einer offiziellen Erklärung von der gegen Rushdie verhängten FatwÄ und der iranische Präsident erklärte den Fall Rushdie auf einer UNO-Versammlung als abgeschlossen, aber geändert hat sich an Rushdies Situation wenig, denn nach religiös-islamischer Auffassung kann die FatwÄ gar nicht aufgehoben werden kann.

Die Folge: Salman Rushdie musste untertauchen und kann immer noch kein normales Leben ohne Polizeischutz führen.
<ironie >Religion sei Dank! </ironie >

Nach Veröffentlichung Salman Rushdies Roman “Die satanischen Verse” Anfang des Jahres in Rumänien, ist auch die rumänisch-orthodoxe Kirche auf diesen Zensur-Zug aufgesprungen. Zwar nicht mit einem Mordaufruf, aber mittels Blasphemie-Gesetzen.
Ein 2006 verabschiedetes Gesetz ermöglicht diese Zensur: es verbietet jede Form, jedes Mittel, jeden Akt religiöser Anfeindung und die öffentliche Beleidigung religiöser Symbole.

Kurz nach der Veröffentlichung des Buches schaltete sich Patriarch Daniel Ciobotea - Chef der rumänisch-orthodoxen Geistlosiglichkeit - ein und brandmarkte das Buch als als blasphemisches Machwerk, dass die “geistlichen Werte und religiösen Symbole” verunglimpfe. Das Werk des indisch-britischen Schriftstellers riskiere, eine Religion zu beleidigen, heißt es in einer Mitteilung des Patriarchates in Bukarest.

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