Vielleicht meinte der Leiter des katholischen Ressorts Christ und Welt beim Rheinischen Merkur dieses hier, als er von den “vielen Aufgaben” im “sozialen Bereich” sprach, die die Kirchen übernehmen und “von denen alle Bürger”* profitieren (siehe Eintrag von gestern)?
Dem Zeitungsbericht zufolge gibt es in der betreuten Wohnanlage St. Vinzenz der katholischen Kirche keine Pflegekräfte, keine Rezeption und keine Seelsorge. Lediglich eine Teilzeitkraft habe werktags von 09.00 bis 10.00 Uhr Sprechstunde. Sie sei die einzige Mitarbeiterin in der Anlage und zum Zeitpunkt des Todesfalls im Urlaub gewesen. Eine Vertretung gebe es nicht. Die Kirche sei sich keiner Schuld bewusst. “Eine Urlaubsvertretung ist nicht im Betreuungsvertrag vorgesehen”, sagte der Sprecher des Erzbistums Hamburg, Manfred Nielen, dem “Hamburger Abendblatt”. Er zeigte sich “betroffen, dass so etwas in einer Anlage der Kirche passieren konnte”.
Q:NDR
Hat die Hansestadt etwa kein Geld locker gemacht, damit das Erzbistum eine zweite Pflegekraft oder zumindest eine Vertretung (z.B. Sozialstation) einstellen kann?
Möglicherweise handelt es sich auch nur um die soziale katholische Version von Sterbehilfe?
Ich schlage vor, die “betreute” Wohnanlage statt nach diesem Vinzenz in Mutter Teresa umzubenennen. Passt besser.
* Okay, er sprach nicht von den Bürgern im Norden, nur von denen des Freistaates. Aber katholische Kirche bleibt katholische Kirche, egal wo.

Christen aller Konfession behaupten ja immer gerne, dass sie – weil ihr Gott ihnen ganz tolle Gesetze gegeben hat – moralisch besser sind als der Rest der Menschheit, insbesondere besser als jeder Atheist. Die haben nämlich gar kein Gesetz an das sie sich halten müssen und ziehen deswegen auch gerne mal plündernd, vergewaltigend und mordend durch die Gegend. (Memo an mich selbst: nachher noch plündern gehen!)
Am 28. September 2008 wird im Freistaat Bayern ein neuer Landtag gewählt. Wie es aussieht, haben die Grünen – bzw. deren Fraktionsvorsitzender im Landtag, Sepp Dürr – dort ein neues Wahlkampfthema aufgetan: Die Zuschüsse des Landes an die Kirchen. Laut dem 1924 zwischen dem Freistaat und dem Vatikan geschlossenen Konkordat, ist Bayern verpflichtet, die Gehälter leitender kirchlicher Würdenträger, vor allem der Bischöfe, zu bezahlen. Derzeit knappe 60 Millionen Euro, wovon circa 10 Millionen Euro auf die Bezüge der katholischen Bischöfe entfallen.
Wieder einmal ein Glanzlicht der katholen Bigotterie. Diesmal aus dem Bistum Limburg:



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