Kapitulation der Vernunft

Der Benedikt fährt nach Frankreich und lässt gleich ein paar richtig schöne Granaten los. Damit man die auch richtig genießen kann, vorab ein paar Worterklärungen:

Positivismus ist eine von dem französischen Philosophen und Gesellschaftstheoretiker Auguste Comte begründete Philosophie und Erkenntnistheorie, die fordert, sich unter Außerachtlassung aller metaphysischer Spekulationen mit den real gegebenen Erscheinungen zu beschäftigen. In Philosophie, Wissenschaft und Gesellschaft der Gegenwart ist der Positivismus (heute auch besonders in Form des Neo-Positivismus) von großer Bedeutung.

Vernunft: Als Teil des menschlichen Erkenntnisapparates wird Vernunft seit Kant nach Wahrnehmung und Verstand als die oberste menschliche Erkenntnisinstanz angesehen. Aber auch in der Philosophie werden Vernunft und Verstand häufig synonym verwendet. Es gibt auch Philosophen, die in der Vernunft etwas Negatives sehen und sie zum Teil schroff ablehnen.

Verstand bedeutet umgangssprachlich die Fähigkeit zu denken. Die Tätigkeit des Verstandes besteht im begrifflichen und diskusiven, schrittweisen Erkennen (im Gegensatz zur Intuition), das nicht von Interessen und Emotionen getrübt wird (bzw. sein sollte) und die Lösung von theoretischen und praktischen Problemen zum Ziel hat.

Q:philolex

Und nun, der Papst:

Eine bloß positivistische Kultur, die die Frage nach Gott als unwissenschaftlich ins Subjektive abdrängen würde, wäre die Kapitulation der Vernunft. B16

Mit anderen Worten meint Herr R. – alias B16 – also: Wer metaphysische Spekulationen (z.B. Götter) aus seinem Denken verbannt, verbannt damit auch seinen Verstand.
Ich frage mich, wessen Verstand hier kapituliert hat?

Schön auch dieses:

Das, was die Kultur Europas gegründet hat, die Suche nach Gott und die Bereitschaft, ihm zuzuhören, bleibt auch heute Grundlage wahrer Kultur.

Wissenschaft ohne Götter, Dämonen, rosa Einhörner und Zahnfeen ist also kulturlos bzw. falsche, unwahre Kultur.
Das erinnert mich in gewisser Weise an das Gelaber seines Untergebenen, den Kardinal Meisner. Der sprach zwar noch von “entarteter Kultur”, aber B16s Äußerung ist kein Deut besser.

Mormonen-Zentrale in Frankfurt

Joseph Smith wird von Engeln heimgesuchtDie Mormonen – oder besser: die “Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage” – haben ihren europäischen Verwaltungshauptsitz nach Frankfurt/Main verlegt. Sie ist zuständig für etwa 433.000 Mitglieder in 1.300 Gemeinden in 47 Ländern. Der Hauptsitz liegt in Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah.

Wer sind die Mormonen?

Der eine oder die andere werden vielleicht schon mit den netten jungen Herren in der Fußgängerzone Bekanntschaft gemacht haben (die mit den Namensschildern, Rucksäcken und akkuraten Haarschnitten), die versuchen neue Schafe für ihre Glaubensgemeinschaft zu werben.

Aber wer weiß schon so genau, an was die Mormonen glauben und was ihre Lehren sind?

Ursprung

Gegründet wurden die Mormonen – der Name geht auf den Propheten Mormon zurück – 1830 von Joseph Smith in den USA.

Sie verstehen sich als einzige von Jesus Christus autorisierte christliche Kirche, die an die von ihm zu seiner Lebenszeit auf Erden gegründete Urkirche in Glauben, Lehre, Vollmacht und Aufbau anknüpft. Dies ist auch der Grund, weshalb sie eine Öffnung hin zu anderen christlichen Gemeinschaften ablehnen.

Zu den “Heiligen Schriften” zählen bei den Mormonen neben der Bibel mit Altem und Neuem Testament auch das vom Religionsgründer Joseph Smith übersetzte Buch Mormon (benannt nach dem gleichnamigen Propheten).

Bereits 1820 sollen Joseph Smith (1805 – 1844) in einem Wald Gott und Jesus erschienen sein und ihn auserwählt haben. Drei Jahre später, am 21. September 1823, bekam er dann in seinem Schafzimmer Besuch von einem himmlischen Wesen namens “Moroni”. Dieser Engel erklärte Smith wo er das Buch Mormon finden würde, welches – geschrieben auf irgendwelchen goldenen Platten – vergraben sei. Zudem wurde Smith mit der Übersetzung beauftragt.

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