Kein neues Wunder in Lourdes

Es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn das Katholen-Oberhaupt Ratzinger (alias Benedikt XVI., alias Benoît XVI, etc) von einem Wunder in Lourdes – z.B. Heilung von akutem religiösen Wahn – profitiert hätte.
Aber nein, die jungfräuliche Himmelskönigin war anderweitig beschäftigt und so hat kein Strahlenkranz der Vernunft das Haupt des göttlichen Oberknechts umschienen – der Nebel religiösen Wahns hat den Mann weiterhin fest im Griff. Bedauerlich.

Seine Frankreichreise hat er nur dazu genutzt, die Positionen seiner Religionsorganisation zurechtzurücken – besser: zurückzurücken.

Die Positionen lassen sich mit den einfachen Worten Ausgrenzung, Diskriminierung und Überheblichkeit beschreiben. Die Begriffe “Würde des Menschen” und “Alle Menschen sind gleich” bleiben der Katholen-Kirche – dank diesem reaktionären Papst – auch weiterhin fremd.

Verteufelung der Ehescheidung, keine Segnung von unehelichen Gemeinschaften und schon gar keine “Homo-Ehen”.
Ich verstehe meine homosexuellen Genossen und Genossinnen eh nicht, wie kann man sich den Segen einer religiösen Vereinigung wünschen, die auf Texten beruht, die genau für dieses Verhalten die Tötung des “Verbrechers” fordert?

Und wer sich hat scheiden lassen und eine neue Ehe eingegangen ist, bekommt auch keine verzauberten Plätzchen mehr, darf nicht am Abendessenmahl teilnehmen. Das wird sicherlich auch den französischen Präsidenten und seine zweite Frau gefreut haben ;)
Vielleicht auch besser so, wer will schon knapp 2000 Jahre alte Leichenteile lutschen?

Die Förderung der wiederzugelassenen, tridentischen Messe soll wohl auch nur dem Zweck dienen, dass die (Rest-)Gläubigen den ganzen Schwachsinn nicht mehr verstehen (und hoffentlich dem sonntäglichen Gerhirnwäsche-Ritual fern bleiben). Aber irgendwie ist es auch passen: Eine sterbende Religion braucht eine dazu passende Sprache.

Initiative gegen Kinderheirat

Die “Saudi Human Rights Commission (SHRC)” hat eine Initiavive gestartet, um ein Mindestalter für Ehen festzulegen (17 Jahre für Frauen und 18 Jahren für Männer ).

Der Grund für diese initiative: Jedes Jahr werden junge Mädchen – zum Teil nicht einmal 10 Jahre alt! – von ihren liebenden Eltern an 50 oder 70 Jahre alte Säcke verschachert verheiratet.

In der partiarchalen Gesellschaft Saudi Arabiens ist es Brauch, junge Mädchen mit alten Drecksäcken Männern zu verheiraten – es wird auch nicht als unsittlich oder unmoralisch angesehen.

Für ärmere Familien ist es sogar ein lohnendes Geschäft, da oftmals ein besonders hohes Brautgeld gezahlt wird. Defloration kostet schließlich auch in Thailand mehr als ein “gebrauchtes” Kind. (Sorry, aber dieses Thema kotzt mich mehr als an!)

Dass dieses “Heiraten” nur getarnte Kinderprostitution ist, zeigt vor allem die Tatsache, dass es vor allem im Sommer zu solchen “Ehen” kommt, die dann gleich im Herbst wieder geschieden werden, wenn die Ferien zu Ende sind.
Über die psychischen, physischen und sozialen Folgen für diese vergewaltigten Mädchen machen sich diese Schweine natürlich keinerlei Gedanken.

“Kurzehe”, das ist die streng-muslimische Variante von Prostitution, die es im Übrigen auch im Iran gibt.

Wieviele Mädchen Jahr für Jahr dieses Schicksal erleiden ist nicht bekannt, aber Experten gehen davon aus, dass es sich um einige Hundert handelt.

Eine ähnliche Initiative wurde auch im Jemen gestartet, in dem es ebenfalls zu solchen menschenverachtenden Prostitutions- bzw. Zwangsehen kommt.
Das dortige Gesetz hat zwar ein Mindestalter von 15 Jahren festgelegt, aber auch ein Schlupfloch gelassen: Eine Ehe vor dem erreichen des Mindestalters ist ebenfalls zulässig, wenn die Frau für die Ehe geeignet scheint.
Was genau dieses “geeignet” bedeuten soll, ist nicht geregelt, das dürfen die liebenden Eltern entscheiden.

Es ist zu hoffen, dass beide Initiativen möglichst schnell zu einem Erfolg führen!

Widerstand gegen Kinderehe