Es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn das Katholen-Oberhaupt Ratzinger (alias Benedikt XVI., alias Benoît XVI, etc) von einem Wunder in Lourdes – z.B. Heilung von akutem religiösen Wahn – profitiert hätte.
Aber nein, die jungfräuliche Himmelskönigin war anderweitig beschäftigt und so hat kein Strahlenkranz der Vernunft das Haupt des göttlichen Oberknechts umschienen – der Nebel religiösen Wahns hat den Mann weiterhin fest im Griff. Bedauerlich.
Seine Frankreichreise hat er nur dazu genutzt, die Positionen seiner Religionsorganisation zurechtzurücken – besser: zurückzurücken.
Die Positionen lassen sich mit den einfachen Worten Ausgrenzung, Diskriminierung und Überheblichkeit beschreiben. Die Begriffe “Würde des Menschen” und “Alle Menschen sind gleich” bleiben der Katholen-Kirche – dank diesem reaktionären Papst – auch weiterhin fremd.
Verteufelung der Ehescheidung, keine Segnung von unehelichen Gemeinschaften und schon gar keine “Homo-Ehen”.
Ich verstehe meine homosexuellen Genossen und Genossinnen eh nicht, wie kann man sich den Segen einer religiösen Vereinigung wünschen, die auf Texten beruht, die genau für dieses Verhalten die Tötung des “Verbrechers” fordert?
Und wer sich hat scheiden lassen und eine neue Ehe eingegangen ist, bekommt auch keine verzauberten Plätzchen mehr, darf nicht am Abendessenmahl teilnehmen. Das wird sicherlich auch den französischen Präsidenten und seine zweite Frau gefreut haben ![]()
Vielleicht auch besser so, wer will schon knapp 2000 Jahre alte Leichenteile lutschen?
Die Förderung der wiederzugelassenen, tridentischen Messe soll wohl auch nur dem Zweck dienen, dass die (Rest-)Gläubigen den ganzen Schwachsinn nicht mehr verstehen (und hoffentlich dem sonntäglichen Gerhirnwäsche-Ritual fern bleiben). Aber irgendwie ist es auch passen: Eine sterbende Religion braucht eine dazu passende Sprache.