Kirche und Arbeitsrecht

Abgelegt unter [bugger it] am [29. Oktober 2008 | 30. Tishri 5769] | [0 Kommentare]

Während das rheinland-pfälzische Landesarbeitsgericht den Kirchen noch ein Sonderrecht bzgl. ihrer diskriminierenden Einstellungs- und Personalpolitik zubilligte, hat dass Hamburger Landesarbeitsgericht gegen dieses Sonderrecht entschieden.

Im Februar 2008 haben die Richter der Klage einer Muslima entsprochen, die aufgrund ihres Glaubens nicht zu einem Vorstellungsgespräch (für eine fremdfinanzierte Stelle!) bei der Diakonie Hamburg eingeladen wurde. Grund für die Weigerung sie nicht einzuladen: Die Frau wollte nicht in die Kirche eintreten und damit ihren Glauben einfach mal so wechseln.

Das Gericht stellte fest, dass der evangelische Wohlfahrtsverband durch sein Handeln gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (Antidiskriminierungsgesetz) verstoßen habe und billigte der Klägerin noch kleine Entschädigung in Höhe von 3.900 Euro zu (Az. 20 Ca 105/07).

Ende des Falls? Mitnichten. Selbstredend geht die Diakonie gegen die Entscheidung des Gerichts in Berufung (wer verzichtet schon gerne freiwillig auf einen Sonderstatus?).
Man beruft sich dabei auf eine Kirchenklausel im Gesetz, wonach die Kirchen als inhumane Tendenzbetriebe verlangen dürfen, dass ihre Sklaven Mitarbeiter einer christlichen Konfession angehören müssen.

Das Urteil der Berufungsverhandlung sollte diese Woche erscheinen – bin mal gespannt, ob diese bigotten Kirchenausbeuterlobbyisten doch noch als Sieger hervorgehen.

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Neues von Epsilon Eridani

Abgelegt unter [Allgemein] am [27. Oktober 2008 | 28. Tishri 5769] | [0 Kommentare]

Vergleich Epsilon Eridani mit unserem Sonnensystem (NASA/JPL-Caltech)Der eigentliche Stern Epsilon Eridani ist etwa 10,5 Lichtjahre von uns entfernt (damit der neunt nächste Stern), kleiner und kühler als unsere Sonne und mit geschätzten 850 Millionen Jahren auch erheblich jünger als diese.

Bereits 1998 wurde um Epsilon Eridani eine Gas- und Staubscheibe entdeckt, die auf das Vorhandensein von Palneten schließen lies. Der erste, Epsilon Eridani b mit der etwa 1,2-fachen Jupitermasse wurde bereits 2000 bestätigt.

Neue Untersuchungen mit der Spitzer Weltraumteleskop der NASA wurden nun zwei Asteroiden- und ein Eisgürtel identifiziert, die auf mindestens 2 weitere Planeten schließen lassen, die Epsilon Eridani umkreisen.

Es wird wohl nur noch ein Frage der Zeit sein, bis auch ein erdähnlicher Planet bei unserem Nachbarn gefunden wird.

Q: Solar System’s Young Twin Has Two Asteroid Belts

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Heiße Getränke – Warme Gefühle

Abgelegt unter [Allgemein] am [25. Oktober 2008 | 26. Tishri 5769] | [0 Kommentare]

If you want someone to warm to you give them a steaming hot drink, so das Ergebnis einer neuen psychologischen Studie.

Versuchspersonen die ein Heißgetränk in ihren Händen hielten, während sie ins Labor geführt wurden, bewerteten fremde Menschen als warmherziger und vertrauenswürdiger ein, als Versuchspersonen, die ein kaltes Getränk hielten.

Zu Erklären ist das Ganze wohl durch simple klassische Konditionierung: Die Wahrnehmung von Wärme ist angenehmer als die von Kälte – hat man also ein angenehmes Gefühl, so wird dies auf ein anderes Objekt übertragen.

Zwar scheint dieser Effekt keinen Einfluss auf die Bewertung anderer Persönlichkeitseigenschaften der fremden Person auszuüben, aber die Wärme/Kälte des Getränks beeinflusst den Egoismus der Versuchsperson.

In einer weiteren Studie wurden die Versuchspersonen mit Wärme/Kälte in Kontakt gebracht und konnten danach zwischen zwei Gratifikationen wählen: Getränkegutschein für sich selber oder ein Geschenk für einen Freund.

Diejenigen, die das Wärme-Priming bekamen, entschieden sich häufiger für ein Geschenk für einen Freund und nicht für ein Geschenk für sich selbst (im Gegensatz zu den Versuchspersonen, die mit Kälte in Berührung kamen).

Q: Williams, L. E., & Bargh, J. A. (2008, 24 October). Experiences of physical warmth influence interpersonal warmth. Science, 322, 606-607. PDF

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Arbeiten sollte Spaß machen

Abgelegt unter [Privates|Job] am [22. Oktober 2008 | 23. Tishri 5769] | [0 Kommentare]

Im Moment macht mir meine Arbeit recht wenig Spaß . Zum einen ist viel zu viel zu tun (dafür bin ich ja prinzipiell dankbar, aber was zu viel wird, ist eben einfach zu viel), zum anderen sollen wir bis Jahresende rauchfrei werden!
Ich dachte, ich höre nicht recht… aber so hat es jetzt die Chefetage entschieden, bestehend aus zwei ehemaligen Rauchern, die sich zu fanatisiert Nichtrauchern transformiert haben.
Vielleicht sollte ich wirklich über Alternativen nachdenken und kündigen?

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Die guten amerikanischen Christen

Abgelegt unter [bugger it] am [21. Oktober 2008 | 22. Tishri 5769] | [0 Kommentare]

Religion used to justify superiority of white Americans in 19th Century

During the 19th century, many White Americans used religion to create an identity as a new chosen people with a divine commission to convert non-White Americans into Christians and thus one hundred percent Americans, according to a Penn State sociologist of religion.

As early as the American Revolutionary War and the War of 1812, Americans, then far more ethnically homogenous, started thinking of themselves as a new, improved version of the English Anglo-Saxons, says Dr. Daniel B. Lee, assistant professor of sociology at Penn State’s DuBois Campus. Since Anglo-Saxon England had allegedly become morally and politically corrupt, its former colonists in America were now poised to take up England’s mantle as the superior civilization. Within a few decades, this view resulted in the doctrine of Manifest Destiny, which stressed the right of the United States to dominate the Western Hemisphere, the sociologist says.

This perception was challenged first by the American Civil War, which freed millions of African-American slaves and the Western frontier movement, which brought White America face to face with the American Indians. Finally, the massive immigration of Eastern and Southern Europeans, including numerous Jews from Russia, Poland and elsewhere, forced White Americans to reassess their own identity and the very meaning of being an American, Lee notes.

“To make sense of the changing world of race, Whites in Victorian America turned toward religion, engaging in a double fantasy,” says Lee in the paper, “A Great Racial Commission: Religion and the Construction of White America,” presented today (Aug. 19) at the annual meeting of the American Sociological Association.

“On the one hand, they were convinced that God had given them a common identity, history and mission for the future which would transcend all social distinctions among White Americans,” Lee says. “As one nation under God, White America would act as the heroic defender of Christianity, democracy and civilization on Earth. On the other hand, Whites were also convinced that they knew the identity, history and future of all other races and religions. Many White Americans had the desire and assumed that they possessed the power to form other races in their own image.”

This type of thinking was proclaimed not only from the pulpit but also by public speakers in lecture halls and in popular magazines intended for reading in the home. The ultimate message was that all races were destined to convert to Christianity and at the same time evolve into White Anglo-Saxons, the two necessarily going together, the Penn State sociologist notes.

The double fantasy of White Americans was doomed after a few decades to collide with social realities. Lee says. By the end of the 19th century, Lee says, Whites were forced to acknowledge their own political, class, gender and religious diversity.

“Furthermore, many non-White Americans were demonstrating that they were not willing to confirm to the fantasy of Anglo-Saxons,” says Lee. “Not everybody was willing to hop into the melting pot. Even Blacks who embraced the concept of racial integration did not expect to lose their identity.”

Both White and Blacks, however, were to be disappointed in their expectations of an eventual homogeneity of race. The construction of White America as opposed to all the non-White Americas, a development of the 19th century, is still with us at the dawn of the 21st century, Lee notes.

“White identity, as understood by contemporary Americans, was defined largely in the 19th century and continues to be a major part of the social and political landscape due to the plasticity and emptiness of those concepts which support it,” he adds.

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Klage gegen Massenmörder gescheitert

Abgelegt unter [Allgemein] am [17. Oktober 2008 | 18. Tishri 5769] | [0 Kommentare]

Grund: Dem Angeklagten können keine Gerichtsschreiben zugestellt werden.

Ernie Chambers, Senator im US-Bundesstaat Nebraska, hat es zumindest versucht – er wollte gerichtlich gegen den international agierenden Verbrecher Gott vorgehen.

Chambers argumentierte in seinem antrag, dass Gott für terroristische Drohungen verantwortlich zeichnet, Angst und Schrecken verbreite und unter Abermillionen von Erdbewohnern Tod, Zerstörung und Terror verursacht hat. Weiterhin ist diese als Gott bezeichnete Person verantwortlich für Wirbelstürme, Überschwemmungen, Tornados sowie andere Naturkatastrophen und stachelt Menschen zu Verbrechen auf (wie auch einige seiner Anhänger immer wieder öffentlich erklären).

Dieses Monster wolle er mit einer Einstweiligen Verfügung stoppen.

Das Bezirksgericht in Douglas County hat die Klage jedoch aus oben genanntem Grund abgelehnt. Ob das auch bei Menschen möglich ist?

Q: Suit against God thrown out over lack of address

PS: Danke an Miss J.

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Veranstaltungstipp: Religionen und Gewalt – besteht eine Verbindung?

Abgelegt unter [bugger it] am [14. Oktober 2008 | 15. Tishri 5769] | [0 Kommentare]

Öffentliche Vorlesungsreihe des Instituts für Religionswissenschaft der Universität Heidelberg widmet sich brisanten und aktuellen Themen um Religion als zentralem Konfliktpotenzial des 21. Jahrhunderts – Ab Donnerstag, 16. Oktober 2008, 18.00 Uhr, Neue Universität.

Wenn der 14. Dalai Lama wie kürzlich bei der Abschlussrede seines Deutschlandsbesuches festhält “Gewalt wird von jeder Religion abgelehnt”, so steht er mit dieser Aussage nicht alleine. Aber ist die Sache wirklich so einfach? Viele Stimmen – vor allem religiöser Autoritäten – sprechen von der grundlegenden Friedfertigkeit ihrer oder gar aller Religionen. Dem widersprechend vermehren sich Taten von Gewalt und Terror im Namen von Religion dramatisch.

Beunruhigend ist dabei die neue Qualität religiöser Konflikte. Von den Krisenherden des Nahen Ostens, den Mordanschlägen amerikanischer Fundamentalisten gegen Abtreibungskliniken, den Giftgasattacken der Aum-Shinrikyo auf die Tokioter U-Bahn bis zu den Terroranschlägen von New York, Istanbul, London und Madrid, die Liste der als religiös angesehenen Terror- und Gewaltakte ist lang. Doch werden neben diesen unmittelbaren Formen physischer Gewalt auch psychische, strukturelle oder soziale Formen der Gewalt verübt.

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Weitere Informationen unter Frieden und Gewalt im Namen der Götter

Ort: Universität Heidelberg, Neue Universität, HS 14
Beginn: jeweils 18.00 Uhr
Der Eintritt ist frei.

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Ein Mythos weniger

Abgelegt unter [Allgemein] am [13. Oktober 2008 | 14. Tishri 5769] | [0 Kommentare]

Wie “böse” amerikanische Wissenschaftler nun per DNA-Analyse herausfanden, handelt es sich bei den im nordindischen Bundesstaat Meghalaya aufbewarten Haaren des legendären Schneemenschen um ordinäre Haare einer Bergziege.

Diese ist – im Gegensatz zum Yeti – wird lediglich bis zu 130 cm hoch und keine 3 Meter. Dumm gelaufen.

Aber auch die neuen wissenschaftlichen Ergebnisse halten Yeti-Gläubige nicht davon ab, weiterhin fest an den Yeti zu glauben.

So meint Dipu Marak, ein überzeugter Anhänger: While these results are discouraging, it does not affect my firm conviction that there is a yeti-like creature out there, [...] It has been seen too often for it to be dismissed as nothing more than a myth.

Ich vermute, er ist nicht der einzige, der weiterhin an eine von Elfen, Feen, Engeln, Schneemenschen, Geistern und Göttern bevölkerte Welt glauben wird.

Q: BBC

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Etwas zum lachen

Abgelegt unter [Allgemein] am [11. Oktober 2008 | 12. Tishri 5769] | [0 Kommentare]

A vicar books into a hotel and says to the hotel clerk
I hope the porn channel in my room is disabled?
She says No sir, it’s just regular porn. You sick bastard.

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Fernsehtipp: Glaube und Religion – reiner Selbstbetrug

Abgelegt unter [Allgemein] am [11. Oktober 2008 | 12. Tishri 5769] | [0 Kommentare]

SWR Nachtcafé: Glaube und Religion – reiner Selbstbetrug
Wie steht es um den Glauben und die Religion? Ist der Glaube nicht doch nur ein einziger Selbstbetrug? Oder muss man seine positive Wirkung neu bewerten? Worin liegen die Gefahren, wenn Glaube und Religion eine größere Rolle spielen sollen?

Sendedatum:
11. Oktober 2008 – 12:00 Uhr auf SWR (Wiederholung)

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