Auf dem Boden

Da habe ich gestern Abend noch gekniet und selbigen neu verlegt.
Endlich ist auch das gemacht. War eine grauenvoll fitzelige Arbeit dieses PVC in meinen L-förmigen Flur mit all seinenen Ecken, Kanten, Türen und einer abgerundeten Wand – das hat schon beim Tapezieren Nerven en masse gekostet.
Immerhin musste ich nicht noch die Haustür abschneiden, damit der Boden passt bzw. die Tür darüberschleift.
Jetzt fehlt nur noch die Abschlussleiste und dieser nervige Flur ist endlich fertig zum Neubezug.

Kinderlieder

GänseAus welchen Grund mir heute nach dem Aufstehen gleich ein altes Kinderlied durch den Kopf gegangen ist, keine Ahnung, wahrscheinlich habe ich davon geträumt.
Ganz doof: es war nur die Idee dieses Kinderliedes – keine Text, keine Melodie. Und ich wusste noch, dass es ein Lied ist, dass ich von meiner Oma gelernt hatte.
sowas macht mich kirre!
Aber glücklicherweise gibt es ja das Internet, viel Zeit, viel Ehrgeiz und deswegen, hier das Lied:

Suse, liebe Suse, was raschelt im Stroh?
Das sind die lieben Gänslein, die habe kein’ Schu.
Der Schuster hat Leder, kein Leisten dazu,
Drum kann er den Gänslein auch machen kein Schuh!

Suse, liebe Suse, schlägt’s Küchelchen tot!
Es legt mir keine Eier und frisst mir mein Brot.
Da rupfen wir alle die Federchen aus
Und machen dem Kindlein sein Bettchen daraus

Suse, liebe Suse, ist das eine Not!
Wer schenkt mir einen Dreier zu Zucker und Brot?
Verkauf ich mein Bettchen und leg mich aufs Stroh,
Da sticht mich keine Feder und beißt mich kein Floh.

Welches Kind lernt sowas heute noch?

Endlich heiß!

Jeder HitzeWärme-Fanatiker muss zugeben, dass heute zum ersten mal wieder Temperaturen herrschen, die nicht das Versprechen von Frostbeulen beinhalten.

Ich gestehe, ich gehöre zu der Sorte Menschen, die erst ab 25°C Das zweite Paar Socken auszieht und ab 30°C die Jacke weg lässt.
Ab 40°C lasse ich mich sogar zu einem T-Shirt hinreissen!

Meine Theorie ist ja, dass wir Menschen unterschiedliche Toleranzbreiten bezüglich der Umgebungstemperatur haben, die genetisch festgelegt sind und sich daher auch nicht antrainieren lassen

Ich gehöre zur Kategorie “thermophil”: mein präferierter Bereich liegt zwischen 20° (absolut untere Grenze) und 45°C (darüber hinaus binauch ich leicht lethargisch).
Während die Sorte “thermophob” schon bei 15-18°C schreit, dass es viel zu heiß ist und die sich bei 10° und weniger am wohlsten fühlt. Eine Temperatur, die bei mir Winterschlaf-Attacken auslöst (möglicherweise ist die wohlfühltemperatur irgendwie mit Resten von Winterschlafgenen gekoppelt?).

Wie auch immer, heute ist endlich eine temperatur erreicht, bei der ich mich wohlfühle und tanzen könnte (im Büo habe och schon jeden mit minem Gesang genervt, von daher…)

Zaubersprüche

So I wanted to make sure I got that right, and I did. So, prayer worked

Das sagt B. Obama in einem Newsweek-Interview.
Der Herr O. glaubt also tatsächlich daran, dass Selbstgespräche koKversationenen mit eingebildeten Geistwesen Gebete in irhgendeiner Weise wirksam seien… *seufz*
Warum sind Präsidenten der USA immer so fürchterlich pathetisch gläubig?

Immerhin glaubt er nicht, dass das Königreich seines Christengottes auf Erden errichtet werden kann! Vielleicht muss man da ja schon dankbar für sein…

Was ich allerdings auch witzig finde ist, dass dieser Mann trotz seines “christlichen” Glaubens die Guantanamo-Folterknechte ungestraft davon kommen lässt…

Religiöse Kinderpflege

Heimkinder ÜberlebendeIn den letzten Tagen und Wochen sind die menschenverachtenden Zustände in den irischen Kinderheimen des letzten jahrhunderts ins Gespräch gekommen.

Dabei ist mir eingefallen, dass es vor Jahren mal einen ganz tollen Film zu dem Thema gab: The Magdalene Sisters (Unbarmherzige Schwestern). Der Film beschreibt die Qualen dreier junger Frauen, die in die Obhut von “gutmeinenden” Ordensschwestern verfrachtet werden.

Als der Film heraus kam, wurde er von entsprechend gläubiger Seite als antikatholisch und einseitig gebrandmarkt. Freuen, die in diesen Heimen missbraucht wurden sagten allerdings, dass der Film noch nicht weit genug geht!

Einen wunderbareren Artikel dazu gibt es bei The Guardian: In God’s Name.

Ach ja, vergessen sollte man auch nicht, dass ähnliche Fälle von systematischem Missbrauch und Ausbeutung auch in Heimen in Deutschland geschehen sind (siehe z.B. Berichte von Heimkindern oder wie sich die evangelische Kirche entschuldigt).

Der Alte

Tja, war wohl nichts mit einer Bundespräsidentin. Schade auch.
Jetzt ist dieser Köhler nochmal dran.

Muss allerdings zugeben, dass ich während des Streichens die Übertragung im TV lief.
Von daher war ich gleich über das Ereignis informiert – im Gegensatz zu den Leuten am Brandenburger Tor, der arme überforderte Journalist konnte es gar nicht fassen, dass die Leute dort nach fast 20 Minuten noch nicht informiert waren! Unglaublich!
(Ich hoffe ja sehr für diesen rasenden reporter, dass er sich von dem Schock erholt und schnell wieder was anderes machen kann… was für ein unmöglicher Medienhype.)

Wie auch immer, ich konnte den bei seiner ersten Wahl nicht ausstehen und kann es auch jetzt nicht. Insbesondere, als er zum Abschluss seiner zweiten Antrittsrede so bescheuert was von einem unsichbaren Freund gefaselt hat, der die BRD schützen soll.

Total à la Amiland! Total zum kotzen!

Als Atheist verzichte ich sehr gerne auf den “Beistand” irgendwelcher erfundenen Himmelsfreunde. Auf solche mythologischen Gestalten zurückzugreifen bedeutet in dieser Zeit wohl, dass man vollkommen planlos und ohne Konzept ist.

Wann bekommen wir hier endlich jemanden, der auf diesen ganzen Götterquatsch verzichtet?

Immer noch nicht fertig

…aber immerhin habe ich jetzt etwa vier Tage vor mit, an denen ich endlich mit dieser dusseligen Renovierung meines Flurs fertig werden kann mal vom Boden abgesehen… dazu muss ich erst einmal Lust und einen Helfer bekommen – mein Süßer kann si ch nämlich in den kommenden Tagen auf berufliche Pflichten herausreden (Feiertag, Beerdigung, Hochzeit und Konfirmation – mit Pfarrern liiert sein kann echt anstrengend und einsam sein).

Morgen werden die Türen gestrichen und die letzten Löcher und Unebenheiten in der Wand gestopft und ausgeglichen, am Freitag dann Tapete dran, Samstag oder Sonntag Farbe – einen Tag muss ich mir auch zur Erholung frei halten.

Den Boden werde ich wohl dann das Wochenende darauf verlegen.
Dann habe ich auch keinen Bock mehr!

Nicht mal richtig Letzter

Eurovision 2009Ich gestehe, ich habe gestern Abend mit meinem Schatz diese Gesangsschau gesehen. Teilweise – ein paar Lieder ganz (auch den Beitrag aus unserem Land) und dann natürlich – deshalb schaue ich mir den Bettel auch fast jährlich an – die Stimmenvergabe oder Neudeutsch: das Voting.

Es ist das Einzige an dieser ganzen Veranstaltung, das wirklich sehenswert ist, den Rest kann man vergessen. Meist lautes Geschreie statt Gesang, das ewig gleiche Bumm-Bumm-Schlagzeug-Imitiat aus dem Synthesizer und irgendwelche für das “Ereignis” zusammen gestellte Gruppen. Gut, es gibt Ausnahmen zu allen Punkten aber leider viel zu wenige. Mein Favorit wäre ja Dänemark gewesen – aber irgendwie wollte das keiner so wirklich einsehen, dass das noch gute handgemachte Musik war.

Von welchen Gruppen aus den letzten beiden Jahren hat man den im vergangenen halben Jahr noch was gehört? Bestimmt von keiner aus Deutschland.

Ach ja, der Beitrag mit der Stripperin… das Gestern war ja leicht… hmm… auf dem Niveau, was ich auch von Aserbaidschan oder Rumänien erwartet hätte. Nur haben die eben das Glück, Nachbarländer zu haben, denen zum einen die Art von Musik auch gefällt und aus historischen Gründen sich sowieso die Punkte geben (à la Griechenland – Zypern, Andorra – Spanien oder ehemals jugoslawische Republiken untereinander).

Lustig war ja der deutsche Kommentator, der sich so überschwänglich über jedes mickrige Pünktchen für “unser Lied” gefreut hat… tja.

Kurze zeit sah es ja so aus, als käme der Beitrag (ich muss gestehen, ich kenne nicht einmal den Sänger oder den Titel des Liedes) wirklich auf den letzten Platz aber nicht mal das hat er geschafft…