Da jubelt der Vatikaner!
Unter dem römischen Hauptkatholentempel wurden Knochenreste in einem Sakrophag aus dem 1./2. Jahrhundert gefunden. Und natürlich ist man sofort fest davon überzeugt, dass diese Überreste dem Begründer des paulanischen Christentums zuzuschreiben sind, einem gewissen Paulus.
Aber was ist die Zuschriebung denn tatsächlich berechtigt?
Nicht wirklich, denn was man sagen kann ist lediglich, dass es sich um wohl ein antikes Grab in dem Knochen- und Stoffreste liegen.
Und Berichte aus der Zeit sind auch recht mager. Zudem, das älteste Zeugnis, dass hier besagter Paule liegt, aus dem dritten Jahrhundert stammt. Vorher nur mündliche Tradition (wenn überhaupt), Dichtung und Wunschdenken.
Dieses Zeugnis – geschrieben von einem Eusebius – besagt lediglich, dass ein gewisser Gaius an der Via Ostiense der Erste war, der erzählte, dass er das Grab des Paulus besucht habe. Und das es eben irgendwo in der Gegend läge, in der sich eben auch das besagte Grab befindet, über dem die Vatikanesen ihren Hauptkult- und -verwaltungsplatz eingerichtet haben.
Die Platte über dem Grab mit der Inschrift, dass hier der Paule seine letzte Ruhestätte gefunden habe, kann auch später über irgendeinem Grab angebracht worden sein.
Ergo: Leider kein Beweis, dass der Kerl überhaupt gelebt hat oder – falls doch – dass es seine zerfallenen Knochen sind, die in diesem Grab liegen.
Aber, der Kathole hat sich ja noch nie groß um die Echtheit von Knochen, Vorhäuten, Milch, Kreuzen, Nägeln oder sonst was geschert. Hauptsache es steht ein “heilig” davor, dann wird gekniet, gebetet und gefrömmelt bis zum Erbrechen.
Vielleicht sollten die Wissenschaftler doch noch eine DNS-analyse machen – sofern möglich – wenigstens, um das Geschlecht festzustellen. am Ende liegt da nämlich eine Paula.
In diesem Sinne:
Paulus schrieb den Irokesen: Euch schreib ich nichts, lernt erst mal lesen!
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