Weltraumheilige oder Nuns in Space

Térèse von LisieuxDie 1897 im Alter von 24 Jahren an Tuberkulose gestorbene Thérèse von Lisieux vom Orden der unbeschuhten Karmeliterinnen (da muss man sich echt nicht wundern!), ihres Zeichens Patronin AIDS-Kranker, Flieger, Floristen, von Kranken und der religiösen Mission wird wohl bald auch die Patronin der Astronauten werden.

Die Gute war nämlich schon einmal im Orbit und – wenn alles glatt geht – wird sie ein weiteres Mal in die Umlaufbahn geschossen, zusammen mit dem US-Astronauten Ronald Garan.

Mit dem war sie nämlich auch beim ersten Mal da oben und der will sie auch bei einer 2011 geplanten Weltraum-Mission dabei haben (CNA).

Die Frage die ich mir hier stelle ist: Wozu? Warum? Weshalb müssen die Knochen der Alten da rauf? Gibt es keine NASA- oder ESA-Vorschriften, die das Mitbringen von Leichenteilen in die ISS verbieten?
Was geht im Kopf eines solchen Menschen vor, der Teile von Toten mit sich auf Reisen herumschleppt? Macht Raumfahrt wirklich doof religiös?
Oder will man – mit dem Segen des Vatikans – die Russen auf der ISS zum Kathilozismus bekehren? Die Erkennen nämlich die Térèse nicht als ihre Landespatronin an (ein weiterer Job der unermüdlichen katholischen Heiligen).

Fragen über Fragen, die man wohl nur als Depp Kathole beantworten kann.

Randnotiz: Zu Thérèses wundertaten zählt im Übrigen, dass sie für die Konvertierung eines Dreifachmörders gebetet hat und der dann spontan ein Kruzifix vom begleitenden Priester geschnappt und geküsst hat, als man ihn auf die Guillotine schleppte. Nicht gerade umwerfend, oder?