Randale wegen fast verhungertem Kind?

Wohl nicht wirklich. Es wäre auch sehr verwunderlich, wenn es religiösen Fanatikern tatsächlich um das psychische und physische Wohlbefinden von Kindern ginge.

Die Auseinandersetzungen zwischen ultra-orthodoxen Juden und der Polizei, die Jerusalem seit ein paar Tagen in Atem halten, sind nur in zweiter Linie ein Protest gegen die Verhaftung der angeblich
geisteskranken religiösen Mutter, die ihren Sohn fast verhungen lies.

Die Verhaftung war nur ein willkommener Anlass für den orthodoxen Mob religiöse Fanatiker gegen die säkulare Stadtverwaltung zu protestieren.
Denn der eigentliche Konflikt, der die gewaltätigen Auseinenderstzungen unterliegt ist der Plan der jerusalemer Stadtverwaltung, einen städtischen Parkplatz auch am Shabbat zu öffnen.

Aber auch sonst schwelt seit Jahren ein Konflikt zwischen ultra-orthodoxen und säkularen Einwohnern der Stadt.
So werfen die weniger und nicht-religiösen Jerusalemer den Orthodoxen anti-soziales Verhalten vor. So zahlen sie keine Steuern, verweigern den Militärdienst und erkennen den Staat Israel nicht an – dafür halten sie immer die Hand aufhalten, wenn es um ihren Vorteil wie staatliche Unterstützung von Großfamilien geht.

Ist von religiösen Fanatikern wirklich ein anderes Verhalten zu erwarten? Ich denke nein. Wenn es um die Durchsetzung ihrer Wahnvorstellungen geht, dann ist ihnen jedes Mittel recht und notfalls gehen sie dabei auch über Kinderleichen.

In diesem Punkt unterscheiden sich die unterschiedlichsten Religionen in keiner Weise.

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