Sukkoth beginnt am 15. Tishri, am fünften Tag nach Yom Kippur.
Es ist ein recht drastischer Übergang: Vom wohl ruhigsten und bedeutensten Feiertag zu einem der fröhlichsten im Kalender. Für einen Urlaub in Israel ist Sukkoth allerdings mit die ungünstigste Zeit, da ganz Israel unterwegs ist – selbst die Orthodoxen nehmen sich eine Auszeit und fahren weg.
Sukkoth dauert insgesamt sieben Tage. Die beiden Tage nach dem Feiertag – Shemini Atzeret (שמיני עצרת) und Simchat Torah (שמחת תורה) – sind eigenständige Feiertage, die allerdings mit Sukkoth verbunden sind und werden manchmal auch als Teil davon betrachtet.
Als Feiertag wird Sukkoth in der Bibel in Levitikus 23:33 ff erwähnt:
Der Herr sprach zu Mose:
Sag zu den Israeliten: Am fünfzehnten Tag dieses siebten Monats ist sieben Tage hindurch das Laubhüttenfest zur Ehre des Herrn.
Am ersten Tag, einem Tag heiliger Versammlung, dürft ihr keine schwere Arbeit verrichten.
Sieben Tage hindurch sollt ihr ein Feueropfer für den Herrn darbringen. Am achten Tag habt ihr heilige Versammlung und ihr sollt ein Feueropfer für den Herrn darbringen. Es ist der Tag der Festversammlung; da dürft ihr keine schwere Arbeit verrichten.
Das sind die Festzeiten des Herrn, die ihr als Tage heiliger Versammlung ausrufen sollt, dazu bestimmt, für den Herrn Feueropfer, Brandopfer, Speiseopfer, Schlachtopfer und Trankopfer darzubringen, dem jeweiligen Tag entsprechend, abgesehen von den Sabbaten des Herrn und abgesehen von euren Geschenken, den gelobten und freiwilligen Gaben, die ihr dem Herrn gebt.
Am fünfzehnten Tag des siebten Monats, wenn ihr den Ertrag des Landes erntet, feiert sieben Tage lang das Fest des Herrn! Am ersten und am achten Tag ist Ruhetag.
Am ersten Tag nehmt schöne Baumfrüchte, Palmwedel, Zweige von dicht belaubten Bäumen und von Bachweiden und seid sieben Tage lang vor dem Herrn, eurem Gott, fröhlich!
Feiert dieses Fest zur Ehre des Herrn jährlich sieben Tage lang! Das gelte bei euch als feste Regel von Generation zu Generation. Ihr sollt dieses Fest im siebten Monat feiern.
Sieben Tage sollt ihr in Hütten wohnen. Alle Einheimischen in Israel sollen in Hütten wohnen, damit eure kommenden Generationen wissen, dass ich die Israeliten in Hütten wohnen ließ, als ich sie aus Ägypten herausführte. Ich bin der Herr, euer Gott.
Obwohl nur für den ersten Tag erwähnt, gilt das Arbeiten an den ersten beiden Tagen verboten. An den Tagen danach – den Chol Ha-Mo’ed – ist das Arbeiten wieder erlaubt.
Sukkoth ist das letzte der drei Wallfahrtsfeste (Shalosh R’galim), an denen nach Jerusalem gepilgert wurde, um im Tempel zu opfern.
Wie Pessach und Shavu’ot hat auch Sukkoth eine doppelte Bedeutung: zum einen ist es von historischem Interesse, zum anderen für die Landwirtschaft.
Der historische Aspekt erinnert an die vierzigjährige Wanderung durch die Wüste (wohl wegen fehlender Schilder und veralteter Karten), während der das Volk Israel in Laubhütten gewohnt hat.
Und dann ist Sukkoth das Erntedankfest (Chag Ha-Asif חַג הָאָסִף).
Wörtlich bedeutet “Sukkoth” ganz einfach “Hütten” (Singular= sukkah) und bezeichnet die eben die Hütten, in denen man während des Festes wohnt, um an die Wanderung zu erinnern.
Sukkoth beginnt in diesem Jahr (5770) mit dem Sonnenuntergang am 2. Oktober und endet mit dem Einbruch der Nacht am 09. Oktober.
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