Chanuka ist das Fest der Wiedereinweihung des Tempels, auch bekannt als Lichterfest. Das Fest beginnt am 25. Kislev dauert 8 Tage.
Chanuka gehört wohl zu den bekanntesten jüdischen Feiertagen auf Grund seiner zeitlichen Nähe zum christlichen Weihnachten. Viele Nicht-Juden (aber auch viele assimilierte Juden) halten die Feiertage für ein “jüdisches Weihnachten”, da einige weihnachtliche Bräuche (Chanuka-Büsche, exzessiver Geschenkerausch) adaptiert wurden.
Daher ist es eigentlich blanke Ironie, dass das Fest, welches seine Wurzeln in Auflehnung gegen Assimilation und der Unterdrückung der jüdischen Religion hat, zu dem am meisten angepassten, säkularen Feiertag geworden ist.
Chanuka ist eigentlich kein besonders wichtiger Feiertag und seine Bedeutung ist geringer als die von Rosh Hashanah, Yom Kippur, Sukkot, Passover oder Shavu’ot. Am ehesten noch mit Purim vergleichbar.
Im Übrigen wird Chanukka nicht in der Torah erwähnt, sondern nur im Buch der Makkabäer und das zählt eben nicht dazu.
Geschichte
Die Chanukah-Geschichte beginnt mit Alexander dem Großen: Nachdem Alexander den Nahen Osten erobert hatte und den unterworfenen Völkern erlaubte, ihre Religionen und Bräuche beizubehalten, begannen die Juden die hellenistische Kultur zu assimilieren.
Unter Antiochus IV. – etwa ein Jahrhundert nach Alexander – begann die: griechische Priester wurden im Tempel eingesetzt und die Ausübung der jüdische Religion verboten, der Tempel durch die Opferung von Schweinen entweiht.
Anticochius’ Treiben stellten sich zwei Gruppen entgegen: eine nationalistische Gruppe, angeführt von Mattathias dem Hasmonäer und seinem Sohn Judah Makkabi sowie einer mehr religiös-traditionalistischen Gruppierung, den Chasidim, Vorläufern der Pharisäer (und ohne direkten Bezug zu den modernen Chasidism).
Beide Gruppierungen vereinten ihre Kräfte in einer Revolte gegen die Assimilierung der hellenisierten Juden und gegen die Unterdrückung durch die griechischen Besatzer.
Die Revolte war erfolgreich und so wurde der Tempel wieder eingeweiht.
Der Talmud-Tradition zufolge, gab es zu Wiedereinweihung zu wenig koscheres Öl für die Menorah im Tempel, die Tag und Nacht brennen sollte. Es war aber nur soviel Öl da, dass die Menorah für einen Tag entzündet werden konnte – um neues Öl zu machen, benötigte man aber weitere sieben Tage. Und so – o Wunder über Wunder & staun – das Öl reichte für die gesamten acht Tage!
So wurde zur Erinnerung an dieses Öl-Wunder – und nicht an den Sieg über die Griechen – ein achttägiges Fest geschaffen.
Bräuche zu Chanuka
Die Chanuka-Menorah oder Chanukia
Das einzig religiöse an dem ganzen Feiertag ist das entzünden der Kerzen. Diese werden in eine neunarmigen Leuchter gesteckt: eine Kerze für jede Nacht und – auf einer anderen Höhe – den Diener (schammus), um die anderen zu entzünden.
Die Entzündung der kerzen erfolgt an jedem Abend des Feiertags, und jede Nacht wird – von links nach rechts – eine Kerze mehr angezündet. In der achten Nacht brennen dann alle neuen Kerzen (die acht Chanuka-Kerzen und der Schammus).
Der Schammus ist übrigens deswegen wichtig, da Chanuka-Kerzen nur dem Vergnügen, der Freude dienen dürfen. Und um zu vermeiden, dass man etwas Produktives mit ihnen macht wie andere Kerzen damit anzünden, gibt es eine Extrakerze, den Schammus. Der wird dann auch auf einer anderen Höhe angebracht, um ihn leichter identifizieren zu können und “Unfälle” zu vermeiden.
Essen
Traditionellerweise gibt es an Chanuka frittiertes Essen (wie beispielsweise Latkes, aka Kartoffelpuffer), um an die Bedeutung des Öls zu erinnern.
Geschenke
Geschenke gehören nicht zum traditionellen Teil von Chanuka, sondern ist eine modernere Errungenschaft und kommt tatsächlich aus dem christlichen Weihnachten. Allerdings bekommen meist nur die kleinen Kinder Geschenke von ihren Eltern.
Dreidel
Eine Weitere Tradition an Chanuka ist das Spiel mit dem Dreidel, einem Kreisel. diese Dreidel haben vier Seiten, auf denen die hebräischen Buchstaben Nun, Gimel, Hé und Shin (in Israel auch ein Pé) stehen, eine Abkürzung für “Nes Gadol Hayah Sham/Po” (ein großes Wunder geschah dort/hier).
Chanuka findet in diesem Jahr zwischen dem 11. Dezember (Sonnenuntergang) und 19. Dezember (Sonnenuntzergang) statt. Die erste Kerze wird in der nacht vom 11. auf den 12. Dezember, die letzte Kerze in der Nacht vom 18. auf den 19.




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