Purim 5770 פוּרים

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [27. Februar 2010 | 13. AdarI 5770] | [0 Kommentare]

Purim ist wohl der erfreulichste und lustigste Feieretag im jüdischen Kalender und geht auf die Zeit des persischen Exils zurück.

HamantaschenDie Geschichte zu Purim wird im biblischen Buch Esther erzählt:
Demnach versuchte Haman, der höchste Regierungsbeamte des persischen Königs, die gesamten Juden im Perserreich an einem Tag auszurotten. Königin Ester führt jedoch durch Fasten und Gebet die Rettung herbei (Wikipedia).

Das Buch Esther ist m Übrigen bemerkenswert, da es nicht einmal den Namen des Gottes erwähnt.
Es gibt lediglich eine einzige Stelle, die vage auf eine Gottheit hinweist und zwar als Mordechai sagt, dass das jüdische Volk von einem anderen errettet werden wird, falls Esther es nicht schaffen sollte.

Das Wort “Purim” bedeutet “Lose” und erinnert daran, wie Haman die Auswahl für das Datum des geplanten Massakers getroffen hatte. Er hatte beschlossen, am 13. Adar die Juden im Perserreich zu töten. Das hat nicht geklappt.
Und da es den Juden nicht gestattet war militärischen Siege zu feiern, feiert man eben einen Tag später – am 14. Adar – das Überleben.

In Schaltjahren mit einem zweiten Mont Adar (also mit Adar I und Adar II), wird Purim im zweiten Monat Adar gefeiert, damit es einen Monat vor Pessach liegt. Der 14. Adar I wird dann als kleiner Feiertag Purim Katan (“kleines Purim”) gefeiert.
In geschlossenen Orten, will heißen in Städten, die von einer Mauer Umschlossen sind, wird am 14. und 15. gefeiert.

Als wichtigster Brauch gilt wohl, dass man zu Purim die Geschichte aus dem Buch Esther liest, das allgemein als Megillah (Rolle) bekannt ist:

Mordechai schrieb alles auf, was geschehen war. Er schickte Schreiben an alle Juden in allen Provinzen des Königs Artaxerxes nah und fern und machte ihnen zur Pflicht, den vierzehnten und den fünfzehnten Tag des Monats Adar in jedem Jahr als Festtag zu begehen. Das sind die Tage, an denen die Juden wieder Ruhe hatten vor ihren Feinden; es ist der Monat, in dem sich ihr Kummer in Freude verwandelte und ihre Trauer in Glück. Sie sollten sie als Festtage mit Essen und Trinken begehen und sich gegenseitig beschenken, und auch den Armen sollten sie Geschenke geben. Ester, 9:20-22

Es ist außerdem üblich, bei Erwähnung des Namens Haman Krach zu machen (durch lautes Zischen, Buh-Rufe, Retschen, usw.), um den Namen des Königs auszulöschen.

Des Weiteren ist man angehalten fröhlich zu sein, zu essen und zu trinken – nach dem Talmud sogar so viel, dass man nicht mehr zwischen “verflucht sei Haman” und “gepriesen/gesegnet ist Mordechai” unterscheiden kann.

Auch sollte man an diesem Tag kleine Essens-Geschenke machen oder an eine Wohltätigkeitsorganisation zu spenden. Eine askenasische Tradition sind zudem die Hamentaschen.

Es hat sich eingebürgert, an Purim karnevals-ähnliche Feiern abzuhalten, sich zu verkleiden und Purim-Umzüge abzuhalten.

Der Feirtag Purim unterliegt nicht den üblichen Schabbat-Verboten, man sollte jedoch nicht den normalen täglichen Arbeiten nachgehen.

Purim beginnt am 27. Februar 2010 mit Sonnenuntergang und dauert bis zum einbruch der Nacht am 28. Februar 2010.

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Tu B’Shevat – ט״ו בשבט‎

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [29. Januar 2010 | 14. Shevat 5770] | [0 Kommentare]

Tu B'Shevat Tu B’Shevat ist der 15. Tag des Monats Shevat im jüdischen Kalender und als Feiertag auch bekannt als “Neujahr der Bäume”.

ט״ו (tu) ist eigentlich kein Wort, sondern die Zahl 15 (Buchstaben können ja auch als Zahlzeichen verwendet werden) und b’shevat bedeutet lediglich “im Monat Shevat”.

Wie vielleicht einigen Leuten bekannt, gibt es im jüdischen Jahr mehrere “Neujahre” – ähnlich wie es bei uns ja auch ein neues Kalenderjahr, neues Geschäftsjahr oder Schuljahr gibt.

Tu B’Shevat ist das Neujahr um das Alter der Bäume zu bestimmen. Das ist wichtig, damit man auch weiß, ob man die Früchte verwenden darf: In Levitikus 19:23-25 wird nämlich bestimmt, dass in den ersten drei Jahren keine Früchte gegessen werden dürfen, die Früchte des vierten Jahres gehören dem Gott und erst danach darf man selber an das Zeuchs ran:

Wenn ihr in das Land kommt und allerlei Bäume pflanzt, davon man ißt, sollt ihr mit seinen Früchten tun wie mit einer Vorhaut. Drei Jahre sollt ihr sie unbeschnitten achten, daß ihr sie nicht esset; im vierten Jahr aber sollen alle ihre Früchte heilig sein, ein Preisopfer dem HERRN; im fünften Jahr aber sollt ihr die Früchte essen und sie einsammeln; denn ich bin der HERR, euer Gott. 3. Mose (Levitikus) 19:23-25

An Tu B’Shevat “altert” jeder Baum um ein Jahr. Wenn also ein Baum am 14. Shevat gepflanzt wird, dann beginnt bereits am nächsten Tag sein zweites Jahr, wird er am 16. gepflanzt, dann beginnt erst mit dem nächsten Tu B’Shevat sein zweites Jahr.

Der Feiertag selber wird nicht in der Bibel erwähnt, sondern kommt nur in der Mischna vor. Und auch hier wird lediglich erwähnt, dass es sich um das Neujahr der Bäume handelt. Es stellt sich also die Frage, ob es sich überhaupt um einen richtigen Feiertag handelt.
Deswegen gibt es auch keine wirklichen Feiertags-Traditionen. In Israel hat es sich jedoch eingebürgert, n diesem Tag eine Baum zur Wiederaufforstung zu pflanzen.

Tu B’Shevat beginnt am 29.01.2010 bei Sonnenuntergang und endet mit dem Einbruch der Nacht am 30.01.2010.

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Fröhliches Aschura-Fest

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [28. Dezember 2009 | 11. Tevet 5770] | [0 Kommentare]

Zumindest für diejenigen, die nicht gerade in die Luft gesprengt oder sonst wie ermordet werden:

Aber kommen wir zum eigentlichen Anlass für dieses blutige fest:
Aschura-WahnsinnDas schiitische Fest erinnert an den Tod von Hussein, dem Enkel des Propheten Mohammed.

Hussein war im Jahr 680 u.Z. (bzw. 61 n.d.H.) von den Truppen des sunnitischen Kalifen Jasid in der Schlacht bei Kerbela getötet worden.

Dieses Ereignis – eines der ersten Schismen im Islam – ist der Ursprung für die Konflikte zwischen Schiiten und Suniten.

AschuraAschura dauert 10 Tage und ist geprägt von Prozessionen, bei denen sich die Gläubigen traditionell selbst geisseln und blutig kloppen (nicht lachen, bei uns machen sowas die Jesuiten).

Mehr Informationen zu Aschura.

Wie man sieht, gehört Blut zum fest – der moderne “religiöse held” verschüttet dabei nicht sein eigenes, sindern das anderer Leute. Vielleicht eine neue Tradition?… *hust*

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Santa Cheesus

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [25. Dezember 2009 | 8. Tevet 5770] | [0 Kommentare]

Endlich!
Jesus passend zum Fest:

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Fröhliche Wintersonnenwende!

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [21. Dezember 2009 | 4. Tevet 5770] | [0 Kommentare]

Tyrrhenian Sea and Solstice Sky
Tyrrhenian Sea and Solstice Sky
Q: Astronomy Picture of the Day

Heute um 18:47 MEZ erreicht der Sonnenstand seinen südlichsten Punkt. Dann werden die Tage endlich wieder länger!

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Chanuka

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [11. Dezember 2009 | 24. Kislev 5770] | [0 Kommentare]

Chanuka-BuschChanuka ist das Fest der Wiedereinweihung des Tempels, auch bekannt als Lichterfest. Das Fest beginnt am 25. Kislev dauert 8 Tage.

Chanuka gehört wohl zu den bekanntesten jüdischen Feiertagen auf Grund seiner zeitlichen Nähe zum christlichen Weihnachten. Viele Nicht-Juden (aber auch viele assimilierte Juden) halten die Feiertage für ein “jüdisches Weihnachten”, da einige weihnachtliche Bräuche (Chanuka-Büsche, exzessiver Geschenkerausch) adaptiert wurden.

Daher ist es eigentlich blanke Ironie, dass das Fest, welches seine Wurzeln in Auflehnung gegen Assimilation und der Unterdrückung der jüdischen Religion hat, zu dem am meisten angepassten, säkularen Feiertag geworden ist.

Chanuka ist eigentlich kein besonders wichtiger Feiertag und seine Bedeutung ist geringer als die von Rosh Hashanah, Yom Kippur, Sukkot, Passover oder Shavu’ot. Am ehesten noch mit Purim vergleichbar.
Im Übrigen wird Chanukka nicht in der Torah erwähnt, sondern nur im Buch der Makkabäer und das zählt eben nicht dazu.

Geschichte

Die Chanukah-Geschichte beginnt mit Alexander dem Großen: Nachdem Alexander den Nahen Osten erobert hatte und den unterworfenen Völkern erlaubte, ihre Religionen und Bräuche beizubehalten, begannen die Juden die hellenistische Kultur zu assimilieren.

Unter Antiochus IV. – etwa ein Jahrhundert nach Alexander – begann die: griechische Priester wurden im Tempel eingesetzt und die Ausübung der jüdische Religion verboten, der Tempel durch die Opferung von Schweinen entweiht.

Anticochius’ Treiben stellten sich zwei Gruppen entgegen: eine nationalistische Gruppe, angeführt von Mattathias dem Hasmonäer und seinem Sohn Judah Makkabi sowie einer mehr religiös-traditionalistischen Gruppierung, den Chasidim, Vorläufern der Pharisäer (und ohne direkten Bezug zu den modernen Chasidism).

Beide Gruppierungen vereinten ihre Kräfte in einer Revolte gegen die Assimilierung der hellenisierten Juden und gegen die Unterdrückung durch die griechischen Besatzer.
Die Revolte war erfolgreich und so wurde der Tempel wieder eingeweiht.

Der Talmud-Tradition zufolge, gab es zu Wiedereinweihung zu wenig koscheres Öl für die Menorah im Tempel, die Tag und Nacht brennen sollte. Es war aber nur soviel Öl da, dass die Menorah für einen Tag entzündet werden konnte – um neues Öl zu machen, benötigte man aber weitere sieben Tage. Und so – o Wunder über Wunder & staun – das Öl reichte für die gesamten acht Tage!

So wurde zur Erinnerung an dieses Öl-Wunder – und nicht an den Sieg über die Griechen – ein achttägiges Fest geschaffen.

Bräuche zu Chanuka

Die Chanuka-Menorah oder Chanukia

ChanukiaDas einzig religiöse an dem ganzen Feiertag ist das entzünden der Kerzen. Diese werden in eine neunarmigen Leuchter gesteckt: eine Kerze für jede Nacht und – auf einer anderen Höhe – den Diener (schammus), um die anderen zu entzünden.

Die Entzündung der kerzen erfolgt an jedem Abend des Feiertags, und jede Nacht wird – von links nach rechts – eine Kerze mehr angezündet. In der achten Nacht brennen dann alle neuen Kerzen (die acht Chanuka-Kerzen und der Schammus).

Der Schammus ist übrigens deswegen wichtig, da Chanuka-Kerzen nur dem Vergnügen, der Freude dienen dürfen. Und um zu vermeiden, dass man etwas Produktives mit ihnen macht wie andere Kerzen damit anzünden, gibt es eine Extrakerze, den Schammus. Der wird dann auch auf einer anderen Höhe angebracht, um ihn leichter identifizieren zu können und “Unfälle” zu vermeiden.

Essen

Traditionellerweise gibt es an Chanuka frittiertes Essen (wie beispielsweise Latkes, aka Kartoffelpuffer), um an die Bedeutung des Öls zu erinnern.

Geschenke

Geschenke gehören nicht zum traditionellen Teil von Chanuka, sondern ist eine modernere Errungenschaft und kommt tatsächlich aus dem christlichen Weihnachten. Allerdings bekommen meist nur die kleinen Kinder Geschenke von ihren Eltern.

Dreidel

DreidelEine Weitere Tradition an Chanuka ist das Spiel mit dem Dreidel, einem Kreisel. diese Dreidel haben vier Seiten, auf denen die hebräischen Buchstaben Nun, Gimel, Hé und Shin (in Israel auch ein Pé) stehen, eine Abkürzung für “Nes Gadol Hayah Sham/Po” (ein großes Wunder geschah dort/hier).

Chanuka findet in diesem Jahr zwischen dem 11. Dezember (Sonnenuntergang) und 19. Dezember (Sonnenuntzergang) statt. Die erste Kerze wird in der nacht vom 11. auf den 12. Dezember, die letzte Kerze in der Nacht vom 18. auf den 19.

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Fröhliches immaculata conceptio

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [8. Dezember 2009 | 21. Kislev 5770] | [0 Kommentare]

Maria ImmaculataIch wünsche hiermit allen Marien-Anhängern ein gesegnetes “Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria” oder kurz: Mariä Empfängnis.

Das Fest ist also nicht damit zu verwechseln, dass diese Maria ihren Messias empfangen hat (und dadurchcnur eine Tragzeit von knapp 14 Tagen hätte), sondern ihre Eltern haben sich irgendwie sündenfrei im Bett vergnügt und dabei wurde Mary gezeugt.
Sie war somit befreit von der Erbsünde (Eva, Schlange, Apfel etc.) bereits im Augenblick ihrer Empfängnis. Glück gehabt! Ob das auch Befreiung von der Periode war… keiner weiß was.

1854 wurde durch Papst Pius IX. diese Geschichte dogmatisiert und die Katholen müssen dran glauben, sonst: HÖLLE!
Immerhin ist sie eine Bereicherung für den katholischen Götterhimmel.

Schade auch, dass es kein Fest Contraception gibt…

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Shemini Atzeret und Smichat Torah – שמחת תורה ושמיני עצרת

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [9. Oktober 2009 | 21. Tishri 5770] | [0 Kommentare]

TorahAm 22. Tishri, dem Tag nach dem siebten Tag von Sukkoth, ist der Feiertag Shemini Atzeret.

In Israel selbst ist Shemini Atzeret auch Simchat Torah – außerhalb Israels, wo manche Feiertage einen zusätzlichen Tage dauern, wird nur der zweite Tag von Shemini Atzeret als Simchat Torah gefeiert: Shemini Atzeret am 22. und 23. Tishri , Simchat Torah am 23. Tishri.

Üblicherweise werden beide Feiertage als Teil von Sukkoth betrachtet, was aber falsch ist: Shemini Atzeret ist nämlich ein eigenständiger Feiertag, an dem ein paar Bestimmungen, die für Sukkoth gelten, eben nicht gelten (z.B. Lulav und Etrog).

Wörtlich bedeutet Shemini Atzeret “Versammlung am achten Tag” und wird in der rabbinischen Tradition so erklärt: Gott ist wir ein Gastgeber, der die Leute für eine bestimmte Zeit zu sich einlädt, sich aber dann so amüsiert, dass er seine Gäste bittet, noch einen Tag länger zu bleiben.

Simchat Torah bedeutet “Freude in der Torah” und markiert die Vollendung des jährlichen Torah-Zyklus. Die wird einmal im Jahr ganz gelesen – angefangen mit dem ersten Kapitel der Genesis bis hin zum Ende von Deuteronomie. An Simchat Torah wird der letzte Abschnitt gelesen und dann gleich wieder mit dem ersten angefangen.

Die Vollendung eines Zyklus wird mit einem großen Fest begangen. Die Torah-Rollen werden in Prozessionen mit Gesang und Tanz um die Synagogen getragen.
Auch alkoholische Getränke sind in dieser Zeit üblich. So üblich, dass es die Tradition gibt, den Segen früher zu sprechen, um sicherzustellen, dass die Kohanim dann nicht schon zu betrunken sind, um ihre priesterlichen Pflichten zu erfüllen!

Shemini Atzeret fängt heute mit Sonnenuntergang an und dauert bis zum 10.10.2009 (bzw. 11.10.) – Smichat Torah beginnt am 10.10.2009 und endet mit dem Einbruch der Nacht am 11.10.2009.
Beides sind übrigens auch Feiertage, an denen das Arbeiten nicht gestattet ist.

Also: Fröhliches Feiern!

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Sukkoth – סֻכּוֹת

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [2. Oktober 2009 | 14. Tishri 5770] | [0 Kommentare]

SukkothSukkoth beginnt am 15. Tishri, am fünften Tag nach Yom Kippur.
Es ist ein recht drastischer Übergang: Vom wohl ruhigsten und bedeutensten Feiertag zu einem der fröhlichsten im Kalender. Für einen Urlaub in Israel ist Sukkoth allerdings mit die ungünstigste Zeit, da ganz Israel unterwegs ist – selbst die Orthodoxen nehmen sich eine Auszeit und fahren weg.

Sukkoth dauert insgesamt sieben Tage. Die beiden Tage nach dem Feiertag – Shemini Atzeret (שמיני עצרת) und Simchat Torah (שמחת תורה) – sind eigenständige Feiertage, die allerdings mit Sukkoth verbunden sind und werden manchmal auch als Teil davon betrachtet.

Als Feiertag wird Sukkoth in der Bibel in Levitikus 23:33 ff erwähnt:

Der Herr sprach zu Mose:
Sag zu den Israeliten: Am fünfzehnten Tag dieses siebten Monats ist sieben Tage hindurch das Laubhüttenfest zur Ehre des Herrn.
Am ersten Tag, einem Tag heiliger Versammlung, dürft ihr keine schwere Arbeit verrichten.
Sieben Tage hindurch sollt ihr ein Feueropfer für den Herrn darbringen. Am achten Tag habt ihr heilige Versammlung und ihr sollt ein Feueropfer für den Herrn darbringen. Es ist der Tag der Festversammlung; da dürft ihr keine schwere Arbeit verrichten.
Das sind die Festzeiten des Herrn, die ihr als Tage heiliger Versammlung ausrufen sollt, dazu bestimmt, für den Herrn Feueropfer, Brandopfer, Speiseopfer, Schlachtopfer und Trankopfer darzubringen, dem jeweiligen Tag entsprechend, abgesehen von den Sabbaten des Herrn und abgesehen von euren Geschenken, den gelobten und freiwilligen Gaben, die ihr dem Herrn gebt.
Am fünfzehnten Tag des siebten Monats, wenn ihr den Ertrag des Landes erntet, feiert sieben Tage lang das Fest des Herrn! Am ersten und am achten Tag ist Ruhetag.
Am ersten Tag nehmt schöne Baumfrüchte, Palmwedel, Zweige von dicht belaubten Bäumen und von Bachweiden und seid sieben Tage lang vor dem Herrn, eurem Gott, fröhlich!
Feiert dieses Fest zur Ehre des Herrn jährlich sieben Tage lang! Das gelte bei euch als feste Regel von Generation zu Generation. Ihr sollt dieses Fest im siebten Monat feiern.
Sieben Tage sollt ihr in Hütten wohnen. Alle Einheimischen in Israel sollen in Hütten wohnen, damit eure kommenden Generationen wissen, dass ich die Israeliten in Hütten wohnen ließ, als ich sie aus Ägypten herausführte. Ich bin der Herr, euer Gott.

Obwohl nur für den ersten Tag erwähnt, gilt das Arbeiten an den ersten beiden Tagen verboten. An den Tagen danach – den Chol Ha-Mo’ed – ist das Arbeiten wieder erlaubt.

Sukkoth ist das letzte der drei Wallfahrtsfeste (Shalosh R’galim), an denen nach Jerusalem gepilgert wurde, um im Tempel zu opfern.
Wie Pessach und Shavu’ot hat auch Sukkoth eine doppelte Bedeutung: zum einen ist es von historischem Interesse, zum anderen für die Landwirtschaft.
Der historische Aspekt erinnert an die vierzigjährige Wanderung durch die Wüste (wohl wegen fehlender Schilder und veralteter Karten), während der das Volk Israel in Laubhütten gewohnt hat.
Und dann ist Sukkoth das Erntedankfest (Chag Ha-Asif חַג הָאָסִף).

Wörtlich bedeutet “Sukkoth” ganz einfach “Hütten” (Singular= sukkah) und bezeichnet die eben die Hütten, in denen man während des Festes wohnt, um an die Wanderung zu erinnern.

Sukkoth beginnt in diesem Jahr (5770) mit dem Sonnenuntergang am 2. Oktober und endet mit dem Einbruch der Nacht am 09. Oktober.

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Internationaler Blasphemie-Tag

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [30. September 2009 | 12. Tishri 5770] | [0 Kommentare]

Hätte ich gar nicht gedacht, dass es sowas gibt, anber der 30. September ist Internationaler Blasphemie-Tag!

blasphemyAber, es ist kein wirklicher Freudentag, eher eine Art CSD für Atheisten.
Denn er soll daran erinnern, dass selbst in europäischen Ländern per Gesetz auf bestimmte imaginäre Freunde (andere würden sagen Wahnvorstellungen) Rücksicht genommen werden muss. Bestes Beispiel ist hier die Republik Irland, die ein solches “Anti-Blasphemie-Gesetz” erst jüngst erlassen haben.

Weitere informationen auch unter: Center for Inquiry und blasphemy.ie)

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