Torah als Gesetzesgrundlage

Abgelegt unter [Religion] am [15. Dezember 2009 | 28. Kislev 5770] | [0 Kommentare]

MosesSaudi Arabien oder auch der Iran haben die Scharia als “göttliche” Grundlage für Verbrechen an der Bevölkerung und bekloppte religiöse Justizminister anderer Länder meinen da irgendwie nachziehen zu müssen…

Israels Justizminister Yaacov Neeman ist so einer. Der hätte gerne, dass sein Land die Torah als Grundlage für Gesetze heranzieht.
Selbstredend wird er von konservativen, orthodoxen Rabbinern – wie dem Sephardischen Oberrabbiner Shlomo Amar – unterstützt (Idioten haben halt immer ihre noch bekloppteren Unterstützer).

Q: Jerusalem Post Neeman slammed for desiring Torah law
Q: Ha’aretz Justice Minister: Step by step, Torah law will become binding in Israel

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Jüdische Feiertage 5770

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [13. September 2009 | 24. Elul 5769] | [0 Kommentare]

Es ist bald mal wieder soweit, nach dem jüdischen Kalender fängt am Ende der Woche das neue Jahr an.
Deswegen hier die Auflistung der jüdischer Feier-, Fasten und Gedenktage für 5770 (תש״ע)

Das Jahr hat 12 Monate und ist shelema, d.h. komplett – die Monate Cheshvan und Kislev haben jeweils 30 Tage. Es ist das 13. Jahr des 304. kleinen Zyklus (Mondzyklus) und das 2. Jahr des 207. Großen Zyklus (Sonnenzyklus).

Erev Rosh Hashana (ערב ראש השנה‎)
29. Elul 5769 – 18.09.09
 
Rosh Hashana ( ראש השנה)
1. und 2. Tishri 5770 – 19.09. und 20.09.09
 
Tzom Gedaliah (צוֹם גְּדָלִיָּה‎)
3. Tishri 5770 – 21.19.09
 
Erev Yom Kippur (ערב יוֹם כִּפּוּר‎)
9. Tishri 5770 – 27.09.09
 
Yom Kippur (יוֹם כִּפּוּר‎)
10. Tishri 5770 – 28.09.09
 
Erev Sukkoth (עֶרֶב סֻכּוֹת oder ערב סוכות)
14. Tishri 5770 – 02.10.09
 
Sukkoth / Laubhüttenfest (סֻכּוֹת oder סוכות)
15. bis 21. Tishri 5770 – 03. bis 09.10.09
 
Shemini Atzeret (שמיני עצרת)
22. Tishri 5770 – 10.10.09
 
Smichat Torah (שמחת תורה)
23. Tishri 5770 – 11.10.09
 
Chanuka (חנוכה)
25. Kislev bis 2. Tevet 5770 – 12.12. bis 19.12.09
 
Asara B’Tevet (עשרה בטבת‎)
10. Tevet 5770 – 27.12.09
 
Tu B’Shevat (ט״ו בשבט) – Neujahr der Bäume (ראש השנה לאילנות)
15. Shevat 5770 – 30.01.10
 
Ta’anit Ester (תענית אסתר‎)
13. Adar 5770 – 25.02.10
 
Purim (פורים)
14. Adar 5770 – 28.02.10
 
Erev Pessach (עֶרֶב פֶּסַח)
14. Nisan 5770 – 29.03.10
 
Pessach (פֶּסַח)
15. Nisan bis 22. Nisan 5770 – 30.03. bis 06.04.10
 
Yom HaZikaron laSho’ah ve-laGvura – Gedenktag für die Opfer der Shoah und der Heldenhaftigkeit (Israel) (יום הזיכרון לשואה ולגבורה)
28. Nisan 5770 – 12.04.10
 
Yom HaZikaron – Gedenktag für die Gefallenen Soldaten und Opfer des Terrorismus (Israel) (יום הזכרון לחללי מערכות ישראל ולנפגעי פעולות האיבה‎)
5. Iyyar 5770 – 19.04.10
 
Yom Haatzma’ut – Unabhängigkeitstag (Israel) (יום העצמאות)
6. Iyyar 5770 – 20.04.10
 
Lag B’Omer (ל”ג בעומר)
18. Iyyar 5770 – 02.05.10
 
Yom Yerushalaim – Jerusalem Tag (Israel) (יום ירושלים)
28. Iyyar 5770 – 12.05.10
 
Erev Shavuot (ערב שבועות)
5. Sivan 5770 – 18.05.10
 
Shavuot (שבועות)
6. und 7. Sivan 5770 – 19. und 20.05.10
 
Shiv’ah Asar b’Tammuz (שבעה עשר בתמוז)
17. Tammuz 5770 – 29.07.10
 
Tisha B’Av (תשעה באב‎)
9. Av 5770 – 20.07.10
 
Tu B’Av (ט״ו באב‎)
15. Av 5770 – 26.07.10
 
Erev Rosh Hashana (ערב ראש השנה‎)
29. Elul 5769 – 08.09.10
 
Rosh Hashana ( ראש השנה)
1. Tishri 5770 – 09.09.10

Wie immer gilt: De Feiertage beginnen am Vorabend und enden am letzten Tag mit Sonnenuntergang (bzw. 16:00h).

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Terror-Madonna

Abgelegt unter [Israel] am [4. September 2009 | 15. Elul 5769] | [Kommentieren nicht möglich]

Terror-MadonnaDie “Ferror (feminist terrorism) art exhibition” in Tel Aviv wird ohne die umstrittenen Madonnen eröffnet.
Die Bilder von Galina Bleich und Liliah Check zeigen sieben Selbstmordattentäterinnen als Madonnen mit dem Jesuskind auf dem Arm.
Angehörige von Terroropfern und politische Organisationen haben protestiert und – wie es aussieht – wieder einmal erfolgreich Zensur geübt. Schade.

Q: ynetnews.com Pictures of ‘holy terrorists’ to be removed from exhibition
Q: SPON Terroristen-Darstellung als Mutter Gottes empört Israelis

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Anschlag auf Schwulen- und Lesbenzentrum

Abgelegt unter [Israel] am [2. August 2009 | 12. Av 5769] | [0 Kommentare]

Anschlag Tel AvivAm Samstag abend wurden in Tel Aviv in Zentrum für Schwule und Lesben zwei Mensch bei einem Hass-Anschlag ermordet, elf weitere verletzt. Ein maskierter Mann soll Jugendzentrum mit einem Machinengewehr betreten und umsich geschossen haben.

Siehe auch: Police still hunting for Tel Aviv gay center gunman und אירוע הירי במרכז ההומו-לסבי

Politiker aus fast allen Lagern verurteilen diesen feigen Anschlag.
Die Religiösen natürlich nicht, denn die stehen wahrscheinlich noch hinter dem Attentäter: Ein Ultra-Orthodoxer hatte bereits 2005 auf dem Jerusalem Gay Pride auf mehrere Teilnehmer mit einem Messer eingestochen und verletzt. Bomben die 2006 gefunden wurden, waren ebenfalls von Anhängern des ultra-orthodoxen Lagers platziert worden, um gegen die Parade zu protestieren.

Aber bei sowas da ist sich das religiöse Pack – egal welchem Hirngespinnst sie anhängen – immer einig!

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Nach dem Krieg

Abgelegt unter [bugger it] am [23. Januar 2009 | 27. Tevet 5769] | [0 Kommentare]

Gebracht hat dieses Waffengeklirre leider nicht viel: Die Hamas-Häuptlinge waren in ihren sicheren Verstecken und haben überlebt, es werden weiterhin Raketen auf israelische Städte abgefeuert, für den Schmuggel von Waffen werden neue Tunnel nach Ägypten gegraben, für die Normalbevölkerung schert sich kein Mensch und es ist immer noch erklärtes Ziel, dass Israel von der Landkarte verschwinden muss.

Und hier in den Medien wird fast nur von dem Leid der armen Menschen in Gaza berichter. Zugegeben, es geht ihnen schlecht: die Wirtschaft ist am Boden, die medizinische Versorgung so gut wie am Ende und zu Essen gibt es wohl auch nicht viel.

Aber ich habe den Eindruck, dass das auch so von der Hamas-Führung gewollt ist: Halte die Bevölkerung kurz, schiebe das Unglück auf einen äußeren Feind und spiele dich dann als Wohltäter auf – Geld haben sie ja genug (von der EU oder auch dem Iran). Oder wie kommt es sonst, dass so urplötzlich nach dem Krieg 1000 Euro an Familien mit Toten, 500 Euro an jeden Verletzten gezahlt werde? Für zerstörte Häuser 4000 Euro, für teilweise beschädigte Häuser 2000 Euro?

Ich weiß, dass ich für den Wiederaufbau dort unten keinen Cent spenden werde!

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Krieg in Nahost

Abgelegt unter [Israel] am [4. Januar 2009 | 8. Tevet 5769] | [0 Kommentare]

Jetzt ist also die Strategie der Hamas aufgegangen: Sie können sich im eskalierenden Konflikt mit Israel als arme, angegriffene Opfer darstellen.
Das haben sie mit ihrem ständigen Raketen- und Granatenbeschuss auf israelische Städte wirklich gut geschafft. Aber das ist auch das einzige, was sie fertig gebracht haben (und das auch nur mit Hilfe Israels, da klar war und ist, dass sich das Land diese ständige Bedrohung nicht für immer gefallen lassen wird).
Obwohl, die Hamas hat es auch geschaft, die Lebensbedingungen in Gaza noch weiter herunterzuschrauben, Menschen zu fanatisieren und zu radikalisieren (und wie üblich leben die feigen Anführer in Sicherheit und Wohlstand, sonst würde einem ja das ganze Elend den Appetit verderben).

Und noch was: Die Hamas mag zwar demokratisch gewählt worden sein aber das wurde die NSDAP auch – das Ergebnis lässt sich in jedem guten Geschichtsbuch nachlesen.

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Wieder ein kriegerischer Konflikt

Abgelegt unter [bugger it] am [29. Dezember 2008 | 2. Tevet 5769] | [0 Kommentare]

Schade, dass es immer soweit kommen muss. Vielleicht hat die israelische Regierung überreagiert, aber auf der anderen Siete muss man auch sehen, dass die Region um Gaza täglich mit Raketen und Granaten beschossen wird, die Hamas einseitig die Waffenruhe gekündigt und in ihren Statuten die völlige Vernichtung Israels festgeschrieben hat.
Wie soll man mit so einer Partei vernünftig verhandeln? Eine friedliche Lösung ist da von vornherein ausgeschlossen.

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Jüdische Feiertage 5769

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [22. September 2008 | 22. Elul 5768] | [0 Kommentare]

Es ist bald mal wieder soweit, nach dem jüdischen kalender fängt in der kommenden Woche das neue Jahr an.
Deswegen hier die Auflistung der jüdischer Feier- Fasten und Gedenktage 5769:

Erev Rosh Hashana
29. Elul 5768 – 29.09.08
 
Rosh Hashana
1. und 2. Tishri 5769 – 30.09. und 01.10.08
 
Tzom Gedaliah (Fastentag)
3. Tishri 5769 – 02.10.08
 
Erev Yom Kippur
9. Tishri 5769 – 08.10.08
 
Yom Kippur
10. Tishri 5769 – 09.10.08
 
Erev Sukkoth
14. Tishri 5769 – 13.10.08
 
Sukkoth
15. bis 21. Tishri 5769 – 14. bis 20.10.08
 
Shemini Atzeret
22. Tishri 5769 – 21.10.08
 
Smichat Torah
23. Tishri 5769 – 22.10.08
 
Chanuka
25. Kislev bis 2. Tevet 5769 – 22.12.08 bis 29.12.08
 
Asara B’Tevet (Fastentag)
10. Tevet 5769 – 06.01.09
 
Tu B’Shevat
15. Shevat 5769 – 09.02.09
 
Ta’anit Ester (Fastentag)
13. Adar 5769 – 10.03.09
 
Purim
14. Adar 5769 – 10.03.08
 
Erev Pessach
14. Nisan 5769 – 08.04.09
 
Pessach
15. Nisan bis 22. Nisan 5769 – 09. bis 16.04.09
 
Yom HaSho’ah – Holocaust Gedenktag (Israel)
27. Nisan 5769 – 21.04.09
 
Yom Hazikaron – Gedenktag für die Gefallenen Soldaten und Opfer des Terrorismus (Israel)
4. Iyyar 5769 – 28.04.09
 
Yom Haatzma’ut – Unabhängigkeitstag (Israel)
5. Iyyar 5769 – 29.04.09
 
Lag B’Omer
18. Iyyar 5769 – 12.05.09
 
Yom Yerushalaim – Jerusalem Tag (Israel)
28. Iyyar 5769 – 22.05.09
 
Erev Shavuot
5. Sivan 5769 – 28.05.09
 
Shavuot
6. und 7. Sivan 5769 – 29. und 30.05.09
 
Shiv’ah Asar b’Tammuz
17. Tammuz 5769 – 09.07.09
 
Tisha B’Av
9. Av 5769 – 30.07.09
 
Tu B’Av
15. Av 5769 – 05.08.09
 
Erev Rosh Hashana
29. Elul 5769 – 18.09.09
 
Rosh Hashana
1. Tishri 5770 – 19.09.09

Ach ja, die Feiertage beginnen natürlich immer am Vorabend und enden am letzten Tag mit Sonnenuntergang (bzw. 16:00h).

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Israel Impressionen

Abgelegt unter [Israel] am [15. August 2008 | 14. Av 5768] | [0 Kommentare]

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Jerusalem, Wahnsinn live

Abgelegt unter [Allgemein] am [3. August 2008 | 2. Av 5768] | [0 Kommentare]

Ich weiß nicht genau warum, aber irgendwie lande ich bei jedem Urlaub in Israel auch in Jerusalem, selbst wenn ich mir ganz fest vornehme nicht dorthin zu fahren.
So auch wieder in diesem Jahr geschehen. Zum Glück kann ich diesmal die Schuld an meinem Aufenthalt in dieser unheiligen Stadt getrost auf meinen Mann schieben, der dort unbedingt hin und – entgegen meinem Leidenschaftlichen Einwand – auch noch im Österreichischen Hospiz (eine an der Via Dolorosa *schauder* gelegene Sammelstätte christlicher Wahnsinniger Pilger) übernachten wollte. Persönlich wäre ich lieber im New Imperial abgestiegen, ein kleines mit Bildern und Teppichen zugehängtes, ehemaliges Grand Hotel, in dem schon Persönlichkeiten wie Selma Lagerlöf, General Allenby und gar Wilhelm II. gewohnt haben.
Aber nein, es musste Sachertorte mit Pilgern sein, eingequetscht zwischen einer armenischen Kirche, einer Moschee und einer Synagoge (inkl. Yeshivah) und das ohne Kühlschrank, Wasserkocher oder Klimaanlage (obwohl letztere in Jerusalem im Sommer nicht unbedingt notwendig ist).

New Imperial Hotel JerusalemAls Entschädigung für das Fehlen des Wasserkochers (eigentlich eine Standardeinrichtung in israelischen Unterkünften) bekommt man jeden Morgen einen recht frühen Weckruf durch den Muezzin, den man dank Lautsprecher, der direkt auf das offene Fenster des nüchtern eingerichteten Schlafraumes gerichtet ist, nicht überhören kann (selbst wenn man tief schläft).
Hat man es dann geschafft diese Lärmbelästigung durchzustehen, kann man sich kurze Zeit später an dem morgentlichen Geläut der Kirche nebenan erfreuen. Glücklicherweise läuten die Glocken nur kurz, aber auch nur, um den ersten Pilgerströmen auf der Via Dolorosa die Gelegenheit zu geben, mit ihren fröhlichen Gesängen und geschulterten Kreuzen den ach so authentischen Leidensweg ihres angeblichen Messias zu folgen.

Meine Laune war nach der ersten Nacht im Keller und die Aussicht, dass ich noch zwei weitere Nächte durchhalten musste, trug nicht wirklich zur Hebung meiner Stimmung bei (lediglich der Kauf eines kleinen Wasserkochers für 30₪ und ein Abendessen in der Neustadt konnte das).

Jerusalem AltstadtWenn man sich dann aufraffen kann und durch die Horden gläubiger Menschen durchquetscht bzw. diese versucht zu ignorieren (was sehr schwer fällt, wenn sie sich ständig auf den Boden werfen, beten oder dieses dämliche Grinsen auf dem Gesicht haben), kann auch die Altstadt neben göttlichen Heimstätten (oder was dafür verkauft wird) einiges bieten (allerdings auch meist im Zusammenhang mit irgendeiner Religion). So ist in jedem Fall auch ein Besuch der David Stadt (עיר דוד), dem angeblich ersten Siedlungsgebiet der Stadt, zu empfehlen. Da kann man dann durch den ca. 3000 Jahre alten Hezekiah-Tunnels waten (533m lang, bis 70cm Wassetiefe, stockfinster), in dem das Wasser der Gihonquelle in den Shiloach-Teich geleitet wird. Oder man besichtigt die Davids Zitadelle/Turm (מגדל דוד) am Yafo-Tor mit einigen Überresten aus der Zeit des ersten Tempels.

Und schließlich, wenn man gar keine Lust mehr auf Verrückte hat, keine Souvenirs, kitschigste Heiligenbildchen, leuchtende Rosenkränze, “original” Dornenkronen, Menorahs oder geschmacklose Judaica und dergleichen kaufen möchte, lohnt sicherlich auch ein Ausflug in die Neustadt, um das modernere Jerusalem zu besichtigen: Knesset, Israel Museum, Rockefeller Museum und – fast Pflicht – Yad VaShem.

Und um wirklich Abstand von dem ganzen Religionszirkus zu bekommen, kann ich nur einen Besuch im wohl unkoschersten Café-Restaurant in ganz Jerusalem empfehlen, dem Riff-Raff.
Hier bekommt der gestresste Atheist – der bald nicht mehr weiß, ob man nun eine oder keine Kippa tragen, sich seiner Schuhe entledigen/ nicht entledigen muss/darf, um irgendwo reinzukommen – auch ein Schweinesteak, Shrimps und Calamaris!
Nicht, dass ich das Zeug gegessen hätte, aber es war einfach nur herrlich zu sehen, wie so ein paar Leute sich voller Freude über einen leeren Tisch hinsetzen (die anderen Restaurants sind überfüllt mit laut schreienden Amerikanern, die ihr orthodoxes Judentum entdeckt haben und es natürlich gleich übertreiben müssen), die Karte lesen und dann entsetzt aufspringen und fluchtartig die Restauration verlassen.
Man kann sich das Leben eben auch unnötig erschweren ;)

Wer sich das auch mal geben möchte, hier die Adresse:
Riff-Raff / ריף–רף
16 Yoel Solomon Street / יואל סולומון 16
Nahalat Shiva* / נחלת שבעה

(*Stadtteil gleich links der Yafo Street, wenn man aus Richtung Altstadt kommt)

In jedem Fall gilt: Jerusalem ist nicht Israel, genausowenig, wie Paris ein Beispiel für Frankreich ist oder New York für die USA. Im Rest des Landes ist man als Atheist vor der üblen Gefahr einer religiösen Überdosis und dummen Pilgergegrinse sicher ;)

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