Purim 5770 פוּרים

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [27. Februar 2010 | 13. AdarI 5770] | [0 Kommentare]

Purim ist wohl der erfreulichste und lustigste Feieretag im jüdischen Kalender und geht auf die Zeit des persischen Exils zurück.

HamantaschenDie Geschichte zu Purim wird im biblischen Buch Esther erzählt:
Demnach versuchte Haman, der höchste Regierungsbeamte des persischen Königs, die gesamten Juden im Perserreich an einem Tag auszurotten. Königin Ester führt jedoch durch Fasten und Gebet die Rettung herbei (Wikipedia).

Das Buch Esther ist m Übrigen bemerkenswert, da es nicht einmal den Namen des Gottes erwähnt.
Es gibt lediglich eine einzige Stelle, die vage auf eine Gottheit hinweist und zwar als Mordechai sagt, dass das jüdische Volk von einem anderen errettet werden wird, falls Esther es nicht schaffen sollte.

Das Wort “Purim” bedeutet “Lose” und erinnert daran, wie Haman die Auswahl für das Datum des geplanten Massakers getroffen hatte. Er hatte beschlossen, am 13. Adar die Juden im Perserreich zu töten. Das hat nicht geklappt.
Und da es den Juden nicht gestattet war militärischen Siege zu feiern, feiert man eben einen Tag später – am 14. Adar – das Überleben.

In Schaltjahren mit einem zweiten Mont Adar (also mit Adar I und Adar II), wird Purim im zweiten Monat Adar gefeiert, damit es einen Monat vor Pessach liegt. Der 14. Adar I wird dann als kleiner Feiertag Purim Katan (“kleines Purim”) gefeiert.
In geschlossenen Orten, will heißen in Städten, die von einer Mauer Umschlossen sind, wird am 14. und 15. gefeiert.

Als wichtigster Brauch gilt wohl, dass man zu Purim die Geschichte aus dem Buch Esther liest, das allgemein als Megillah (Rolle) bekannt ist:

Mordechai schrieb alles auf, was geschehen war. Er schickte Schreiben an alle Juden in allen Provinzen des Königs Artaxerxes nah und fern und machte ihnen zur Pflicht, den vierzehnten und den fünfzehnten Tag des Monats Adar in jedem Jahr als Festtag zu begehen. Das sind die Tage, an denen die Juden wieder Ruhe hatten vor ihren Feinden; es ist der Monat, in dem sich ihr Kummer in Freude verwandelte und ihre Trauer in Glück. Sie sollten sie als Festtage mit Essen und Trinken begehen und sich gegenseitig beschenken, und auch den Armen sollten sie Geschenke geben. Ester, 9:20-22

Es ist außerdem üblich, bei Erwähnung des Namens Haman Krach zu machen (durch lautes Zischen, Buh-Rufe, Retschen, usw.), um den Namen des Königs auszulöschen.

Des Weiteren ist man angehalten fröhlich zu sein, zu essen und zu trinken – nach dem Talmud sogar so viel, dass man nicht mehr zwischen “verflucht sei Haman” und “gepriesen/gesegnet ist Mordechai” unterscheiden kann.

Auch sollte man an diesem Tag kleine Essens-Geschenke machen oder an eine Wohltätigkeitsorganisation zu spenden. Eine askenasische Tradition sind zudem die Hamentaschen.

Es hat sich eingebürgert, an Purim karnevals-ähnliche Feiern abzuhalten, sich zu verkleiden und Purim-Umzüge abzuhalten.

Der Feirtag Purim unterliegt nicht den üblichen Schabbat-Verboten, man sollte jedoch nicht den normalen täglichen Arbeiten nachgehen.

Purim beginnt am 27. Februar 2010 mit Sonnenuntergang und dauert bis zum einbruch der Nacht am 28. Februar 2010.

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Tu B’Shevat – ט״ו בשבט‎

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [29. Januar 2010 | 14. Shevat 5770] | [0 Kommentare]

Tu B'Shevat Tu B’Shevat ist der 15. Tag des Monats Shevat im jüdischen Kalender und als Feiertag auch bekannt als “Neujahr der Bäume”.

ט״ו (tu) ist eigentlich kein Wort, sondern die Zahl 15 (Buchstaben können ja auch als Zahlzeichen verwendet werden) und b’shevat bedeutet lediglich “im Monat Shevat”.

Wie vielleicht einigen Leuten bekannt, gibt es im jüdischen Jahr mehrere “Neujahre” – ähnlich wie es bei uns ja auch ein neues Kalenderjahr, neues Geschäftsjahr oder Schuljahr gibt.

Tu B’Shevat ist das Neujahr um das Alter der Bäume zu bestimmen. Das ist wichtig, damit man auch weiß, ob man die Früchte verwenden darf: In Levitikus 19:23-25 wird nämlich bestimmt, dass in den ersten drei Jahren keine Früchte gegessen werden dürfen, die Früchte des vierten Jahres gehören dem Gott und erst danach darf man selber an das Zeuchs ran:

Wenn ihr in das Land kommt und allerlei Bäume pflanzt, davon man ißt, sollt ihr mit seinen Früchten tun wie mit einer Vorhaut. Drei Jahre sollt ihr sie unbeschnitten achten, daß ihr sie nicht esset; im vierten Jahr aber sollen alle ihre Früchte heilig sein, ein Preisopfer dem HERRN; im fünften Jahr aber sollt ihr die Früchte essen und sie einsammeln; denn ich bin der HERR, euer Gott. 3. Mose (Levitikus) 19:23-25

An Tu B’Shevat “altert” jeder Baum um ein Jahr. Wenn also ein Baum am 14. Shevat gepflanzt wird, dann beginnt bereits am nächsten Tag sein zweites Jahr, wird er am 16. gepflanzt, dann beginnt erst mit dem nächsten Tu B’Shevat sein zweites Jahr.

Der Feiertag selber wird nicht in der Bibel erwähnt, sondern kommt nur in der Mischna vor. Und auch hier wird lediglich erwähnt, dass es sich um das Neujahr der Bäume handelt. Es stellt sich also die Frage, ob es sich überhaupt um einen richtigen Feiertag handelt.
Deswegen gibt es auch keine wirklichen Feiertags-Traditionen. In Israel hat es sich jedoch eingebürgert, n diesem Tag eine Baum zur Wiederaufforstung zu pflanzen.

Tu B’Shevat beginnt am 29.01.2010 bei Sonnenuntergang und endet mit dem Einbruch der Nacht am 30.01.2010.

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Chanuka

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [11. Dezember 2009 | 24. Kislev 5770] | [0 Kommentare]

Chanuka-BuschChanuka ist das Fest der Wiedereinweihung des Tempels, auch bekannt als Lichterfest. Das Fest beginnt am 25. Kislev dauert 8 Tage.

Chanuka gehört wohl zu den bekanntesten jüdischen Feiertagen auf Grund seiner zeitlichen Nähe zum christlichen Weihnachten. Viele Nicht-Juden (aber auch viele assimilierte Juden) halten die Feiertage für ein “jüdisches Weihnachten”, da einige weihnachtliche Bräuche (Chanuka-Büsche, exzessiver Geschenkerausch) adaptiert wurden.

Daher ist es eigentlich blanke Ironie, dass das Fest, welches seine Wurzeln in Auflehnung gegen Assimilation und der Unterdrückung der jüdischen Religion hat, zu dem am meisten angepassten, säkularen Feiertag geworden ist.

Chanuka ist eigentlich kein besonders wichtiger Feiertag und seine Bedeutung ist geringer als die von Rosh Hashanah, Yom Kippur, Sukkot, Passover oder Shavu’ot. Am ehesten noch mit Purim vergleichbar.
Im Übrigen wird Chanukka nicht in der Torah erwähnt, sondern nur im Buch der Makkabäer und das zählt eben nicht dazu.

Geschichte

Die Chanukah-Geschichte beginnt mit Alexander dem Großen: Nachdem Alexander den Nahen Osten erobert hatte und den unterworfenen Völkern erlaubte, ihre Religionen und Bräuche beizubehalten, begannen die Juden die hellenistische Kultur zu assimilieren.

Unter Antiochus IV. – etwa ein Jahrhundert nach Alexander – begann die: griechische Priester wurden im Tempel eingesetzt und die Ausübung der jüdische Religion verboten, der Tempel durch die Opferung von Schweinen entweiht.

Anticochius’ Treiben stellten sich zwei Gruppen entgegen: eine nationalistische Gruppe, angeführt von Mattathias dem Hasmonäer und seinem Sohn Judah Makkabi sowie einer mehr religiös-traditionalistischen Gruppierung, den Chasidim, Vorläufern der Pharisäer (und ohne direkten Bezug zu den modernen Chasidism).

Beide Gruppierungen vereinten ihre Kräfte in einer Revolte gegen die Assimilierung der hellenisierten Juden und gegen die Unterdrückung durch die griechischen Besatzer.
Die Revolte war erfolgreich und so wurde der Tempel wieder eingeweiht.

Der Talmud-Tradition zufolge, gab es zu Wiedereinweihung zu wenig koscheres Öl für die Menorah im Tempel, die Tag und Nacht brennen sollte. Es war aber nur soviel Öl da, dass die Menorah für einen Tag entzündet werden konnte – um neues Öl zu machen, benötigte man aber weitere sieben Tage. Und so – o Wunder über Wunder & staun – das Öl reichte für die gesamten acht Tage!

So wurde zur Erinnerung an dieses Öl-Wunder – und nicht an den Sieg über die Griechen – ein achttägiges Fest geschaffen.

Bräuche zu Chanuka

Die Chanuka-Menorah oder Chanukia

ChanukiaDas einzig religiöse an dem ganzen Feiertag ist das entzünden der Kerzen. Diese werden in eine neunarmigen Leuchter gesteckt: eine Kerze für jede Nacht und – auf einer anderen Höhe – den Diener (schammus), um die anderen zu entzünden.

Die Entzündung der kerzen erfolgt an jedem Abend des Feiertags, und jede Nacht wird – von links nach rechts – eine Kerze mehr angezündet. In der achten Nacht brennen dann alle neuen Kerzen (die acht Chanuka-Kerzen und der Schammus).

Der Schammus ist übrigens deswegen wichtig, da Chanuka-Kerzen nur dem Vergnügen, der Freude dienen dürfen. Und um zu vermeiden, dass man etwas Produktives mit ihnen macht wie andere Kerzen damit anzünden, gibt es eine Extrakerze, den Schammus. Der wird dann auch auf einer anderen Höhe angebracht, um ihn leichter identifizieren zu können und “Unfälle” zu vermeiden.

Essen

Traditionellerweise gibt es an Chanuka frittiertes Essen (wie beispielsweise Latkes, aka Kartoffelpuffer), um an die Bedeutung des Öls zu erinnern.

Geschenke

Geschenke gehören nicht zum traditionellen Teil von Chanuka, sondern ist eine modernere Errungenschaft und kommt tatsächlich aus dem christlichen Weihnachten. Allerdings bekommen meist nur die kleinen Kinder Geschenke von ihren Eltern.

Dreidel

DreidelEine Weitere Tradition an Chanuka ist das Spiel mit dem Dreidel, einem Kreisel. diese Dreidel haben vier Seiten, auf denen die hebräischen Buchstaben Nun, Gimel, Hé und Shin (in Israel auch ein Pé) stehen, eine Abkürzung für “Nes Gadol Hayah Sham/Po” (ein großes Wunder geschah dort/hier).

Chanuka findet in diesem Jahr zwischen dem 11. Dezember (Sonnenuntergang) und 19. Dezember (Sonnenuntzergang) statt. Die erste Kerze wird in der nacht vom 11. auf den 12. Dezember, die letzte Kerze in der Nacht vom 18. auf den 19.

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Shemini Atzeret und Smichat Torah – שמחת תורה ושמיני עצרת

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [9. Oktober 2009 | 21. Tishri 5770] | [0 Kommentare]

TorahAm 22. Tishri, dem Tag nach dem siebten Tag von Sukkoth, ist der Feiertag Shemini Atzeret.

In Israel selbst ist Shemini Atzeret auch Simchat Torah – außerhalb Israels, wo manche Feiertage einen zusätzlichen Tage dauern, wird nur der zweite Tag von Shemini Atzeret als Simchat Torah gefeiert: Shemini Atzeret am 22. und 23. Tishri , Simchat Torah am 23. Tishri.

Üblicherweise werden beide Feiertage als Teil von Sukkoth betrachtet, was aber falsch ist: Shemini Atzeret ist nämlich ein eigenständiger Feiertag, an dem ein paar Bestimmungen, die für Sukkoth gelten, eben nicht gelten (z.B. Lulav und Etrog).

Wörtlich bedeutet Shemini Atzeret “Versammlung am achten Tag” und wird in der rabbinischen Tradition so erklärt: Gott ist wir ein Gastgeber, der die Leute für eine bestimmte Zeit zu sich einlädt, sich aber dann so amüsiert, dass er seine Gäste bittet, noch einen Tag länger zu bleiben.

Simchat Torah bedeutet “Freude in der Torah” und markiert die Vollendung des jährlichen Torah-Zyklus. Die wird einmal im Jahr ganz gelesen – angefangen mit dem ersten Kapitel der Genesis bis hin zum Ende von Deuteronomie. An Simchat Torah wird der letzte Abschnitt gelesen und dann gleich wieder mit dem ersten angefangen.

Die Vollendung eines Zyklus wird mit einem großen Fest begangen. Die Torah-Rollen werden in Prozessionen mit Gesang und Tanz um die Synagogen getragen.
Auch alkoholische Getränke sind in dieser Zeit üblich. So üblich, dass es die Tradition gibt, den Segen früher zu sprechen, um sicherzustellen, dass die Kohanim dann nicht schon zu betrunken sind, um ihre priesterlichen Pflichten zu erfüllen!

Shemini Atzeret fängt heute mit Sonnenuntergang an und dauert bis zum 10.10.2009 (bzw. 11.10.) – Smichat Torah beginnt am 10.10.2009 und endet mit dem Einbruch der Nacht am 11.10.2009.
Beides sind übrigens auch Feiertage, an denen das Arbeiten nicht gestattet ist.

Also: Fröhliches Feiern!

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Sukkoth – סֻכּוֹת

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [2. Oktober 2009 | 14. Tishri 5770] | [0 Kommentare]

SukkothSukkoth beginnt am 15. Tishri, am fünften Tag nach Yom Kippur.
Es ist ein recht drastischer Übergang: Vom wohl ruhigsten und bedeutensten Feiertag zu einem der fröhlichsten im Kalender. Für einen Urlaub in Israel ist Sukkoth allerdings mit die ungünstigste Zeit, da ganz Israel unterwegs ist – selbst die Orthodoxen nehmen sich eine Auszeit und fahren weg.

Sukkoth dauert insgesamt sieben Tage. Die beiden Tage nach dem Feiertag – Shemini Atzeret (שמיני עצרת) und Simchat Torah (שמחת תורה) – sind eigenständige Feiertage, die allerdings mit Sukkoth verbunden sind und werden manchmal auch als Teil davon betrachtet.

Als Feiertag wird Sukkoth in der Bibel in Levitikus 23:33 ff erwähnt:

Der Herr sprach zu Mose:
Sag zu den Israeliten: Am fünfzehnten Tag dieses siebten Monats ist sieben Tage hindurch das Laubhüttenfest zur Ehre des Herrn.
Am ersten Tag, einem Tag heiliger Versammlung, dürft ihr keine schwere Arbeit verrichten.
Sieben Tage hindurch sollt ihr ein Feueropfer für den Herrn darbringen. Am achten Tag habt ihr heilige Versammlung und ihr sollt ein Feueropfer für den Herrn darbringen. Es ist der Tag der Festversammlung; da dürft ihr keine schwere Arbeit verrichten.
Das sind die Festzeiten des Herrn, die ihr als Tage heiliger Versammlung ausrufen sollt, dazu bestimmt, für den Herrn Feueropfer, Brandopfer, Speiseopfer, Schlachtopfer und Trankopfer darzubringen, dem jeweiligen Tag entsprechend, abgesehen von den Sabbaten des Herrn und abgesehen von euren Geschenken, den gelobten und freiwilligen Gaben, die ihr dem Herrn gebt.
Am fünfzehnten Tag des siebten Monats, wenn ihr den Ertrag des Landes erntet, feiert sieben Tage lang das Fest des Herrn! Am ersten und am achten Tag ist Ruhetag.
Am ersten Tag nehmt schöne Baumfrüchte, Palmwedel, Zweige von dicht belaubten Bäumen und von Bachweiden und seid sieben Tage lang vor dem Herrn, eurem Gott, fröhlich!
Feiert dieses Fest zur Ehre des Herrn jährlich sieben Tage lang! Das gelte bei euch als feste Regel von Generation zu Generation. Ihr sollt dieses Fest im siebten Monat feiern.
Sieben Tage sollt ihr in Hütten wohnen. Alle Einheimischen in Israel sollen in Hütten wohnen, damit eure kommenden Generationen wissen, dass ich die Israeliten in Hütten wohnen ließ, als ich sie aus Ägypten herausführte. Ich bin der Herr, euer Gott.

Obwohl nur für den ersten Tag erwähnt, gilt das Arbeiten an den ersten beiden Tagen verboten. An den Tagen danach – den Chol Ha-Mo’ed – ist das Arbeiten wieder erlaubt.

Sukkoth ist das letzte der drei Wallfahrtsfeste (Shalosh R’galim), an denen nach Jerusalem gepilgert wurde, um im Tempel zu opfern.
Wie Pessach und Shavu’ot hat auch Sukkoth eine doppelte Bedeutung: zum einen ist es von historischem Interesse, zum anderen für die Landwirtschaft.
Der historische Aspekt erinnert an die vierzigjährige Wanderung durch die Wüste (wohl wegen fehlender Schilder und veralteter Karten), während der das Volk Israel in Laubhütten gewohnt hat.
Und dann ist Sukkoth das Erntedankfest (Chag Ha-Asif חַג הָאָסִף).

Wörtlich bedeutet “Sukkoth” ganz einfach “Hütten” (Singular= sukkah) und bezeichnet die eben die Hütten, in denen man während des Festes wohnt, um an die Wanderung zu erinnern.

Sukkoth beginnt in diesem Jahr (5770) mit dem Sonnenuntergang am 2. Oktober und endet mit dem Einbruch der Nacht am 09. Oktober.

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Yom Kippur – יוֹם כִּפּוּר‎

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [27. September 2009 | 9. Tishri 5770] | [0 Kommentare]

yom-kippurYom Kippur ist wahrscheinlich der höchste Feiertag im Judentum, da selbst viele “Normalgläubige” diesen Feiertag beachten, keine Arbeiten verrichten, fasten und zur Synagoge gehen (so wie die ganzen Weihnachtschristen bei uns).
Als Feiertag wird Yom Kippur in Leviticus 23:26 ff. erwähnt.

Der Herr sprach zu Mose:
Am zehnten Tag dieses siebten Monats ist der Versöhnungstag. Da sollt ihr heilige Versammlung halten. Ihr sollt euch Enthaltung auferlegen und dem Herrn ein Feueropfer darbringen.
An ebendiesem Tag dürft ihr keinerlei Arbeit verrichten, denn es ist der Versöhnungstag, an dem man euch vor dem Herrn, eurem Gott, entsühnt.
Denn jede Person, die sich an diesem Tag nicht Enthaltung auferlegt, soll aus ihren Stammesgenossen ausgemerzt werden.
Wer an diesem Tag irgendeine Arbeit verrichtet, den werde ich aus der Mitte seines Volkes austilgen.
Ihr dürft keinerlei Arbeit tun. Das gelte bei euch als feste Regel von Generation zu Generation überall, wo ihr wohnt.
Dieser Tag ist für euch ein vollständiger Ruhetag. Ihr sollt euch Enthaltung auferlegen. Vom Abend des neunten Tags in diesem Monat bis zum folgenden Abend sollt ihr Ruhetag halten.

http://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/lev23.html

Yom Kippur bedeutet soviel wie “Tag der Sühne” oder “Tag der Versöhnung” und zwar der Versöhnung zwischen dem Gott und dem Menschen (im Gegensatz dazu die Yamim Noraim, die Zwischenmenschliche Konflikte zum Thema haben).

Wie an einem normalen Shabbat darf an Yom Kippur nicht gearbeitet werden. Weiterhin darf bzw. sollte man an diesem Feiertag weder essen noch trinken (auch kein Wasser) – er ist neben dem Sündenbereuen auch eine fast 25stündige Fastenkur.

Im Talmud werden noch weitere Verbote genannt: so ist an Yom Kippur auch das Waschen und Baden verboten, die Benutzung von Kosmetika oder Deos, das Tragen von Lederschuhen und Sex.

Wie immer finden sich aber auch Ausnahmen: Wenn das Leben in Gefahr ist (siehe z.B. Yom-Kippur-Krieg), Kinder unter neun jahren und Schwangere dürfen nicht fasten (auch wenn sie es wollten). Ältere Kinder und Frauen zwischen dem dritten und siebten Tag nach der Geburt dürfen wieder fasten, dürfen aber auch eine kleine Pause einlegen. Für Kranke gilt: Bei Fragen wenden sie sich an ihren Arzt oder Rabbi.

Yom Kippur beginnt in diesem Jahr am 27. September mit Sonnenuntergang (ca. 18:09h) und endet am 28. September mit dem Beginn der Nacht.

Fünf Tage nach Yom Kippur beginnt dann Sukkoth.

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Tzom Gedaliah – צוֹם גְּדָלִיָּה‎

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [21. September 2009 | 3. Tishri 5770] | [0 Kommentare]

Siegel des Gedaliah, Sohn des PaschurTzom Gedalia gehört zu den kleinen Feiertagen und ist ein jüdischer Fastentag, der an die Ermordung des Statthalters Gedaliah durch Yishmael Ben Netaniah in Mizpah erinnert.
Gefastet wird von Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang.

Nach der Zerstörung Jerusalems (etwa 587 v.u.Z.) ernannte Nebukadnezar II. Gedaliah zum Statthalter Judas (dem antiken Königreich im Süden Israels). Gedaliah überzeugte die Menschen mit dem Wiederaufbau anzufangen und Felder anzulegen, um eine gewisse Sicherheit herzzustellen. Das, die zuvor geflohen in Nachbarländer geflohen waren, kehrten daraufhin zurück und siedelten sich in Mizpah an.

Unter den Flüchtlingen war auch Yishmael, Sohn des Netaniah, einem Nachkommen des Königshauses von Zedekiah, dem letzten König von Juda. Baalis, der König von Ammon, beobachtete das Wiederaufleben seines Nachbarn mit missfallen und ermunterte Yishmael Gedaliah zu töten.

Gedaliah wurde vor einem möglichen Anschlag gewarnt, wollte diesen Gerüchten aber keinen Glauben schenken. So wurden Gedaliah und die meisten seiner Anhänger sowie einige Babylonier von Yishmael und seinen Männern ermordet.

Aus Furcht vor einem Racheakt Nebukadnezars (schließlich wurde sein Stellvertreter von einem Juden ermordet) flohen die Verbliebenen nach Ägypten. Damit hörte auch das Reich Juda auf zu existieren.

Um der Ermordung Gedaliahs und deren Folgen zu erinnern und zu betrauern wurde der dritte Tag des Monats Tishri als Gedenktag eingesetzt (obwohl da Attentat wahrscheinlich am ersten Tishri stattgefunden, dann gäbe es allerdings Probleme mit Rosh Hashanah).

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Shana Tova

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [18. September 2009 | 29. Elul 5769] | [0 Kommentare]

Allen Lesern ein süßes 5570!
שנה טובה ומתוקה

(Hinweis: Dieser Eintrag ist kosher – die Veröffentlichung erfolgte automatisch)

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Rosh Hashana – ראש השנה

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [18. September 2009 | 29. Elul 5769] | [0 Kommentare]

Honig und ÄpfelRosh Hashana wird an den ersten beiden Tagen des Monats Tishri gefeiert.

Wörtlich bedeutet Rosh Hashana soviel wie “Kopf des Jahres” oder “Erster des Jahres” und wird gemeinhin als jüdisches Neujahr bezeichnet. Allerdings wird es im Gegensatz zum westlichen Neujahr weniger laut gefeiert. Rosh Hashana dient mehtr als Gelegenheit zur Besinnung und Rückschau auf das vergangene Jahr.

Der Name Rosh Hashana taucht im übrigen in der Bibel gar nicht auf – in ihr wird der Feiertag mit Yom Ha-Zikkaron (Tag der Erinerung) oder Yom Teruah (Tag an dem das Shofar erklingt) genannt und in Leviticus 23:24-25 eingeführt:

Rede mit den Kindern Israel und sprich: Am ersten Tage des siebenten Monats sollt ihr den heiligen Sabbat des Blasens zum Gedächtnis halten, da ihr zusammenkommt; da sollt ihr keine Dienstarbeit tun und sollt dem HERRN opfern.

Rosh Hashana wird zwei Tage lang gefeiert, weil der Feiertag auf den Monatsersten fällt. D.h., es wurden damals aus Jerusalem keine Boten losgeschickt, um die Bevölkerung zu informieren, dass der Neumond gesichtet wurde – daher feierte jeder zwei Tage.

Die Tage zwischen Rosh Hashana und Yom Kippur heißen Yamim Noraim (Tage der Ehrfurcht) – eine Zeit der inneren Einkehr.

Angeblich schreibt der “Weltenschöpfer” an Rosh Hashana in zwei Bücher die Namen derer, die im kommenden Jahr leben und derer die sterben werden, die im kommenden Jahr ein gutes oder ein schlechtes Leben haben werden.
Jedoch können Handlungen (dazu zählen Reue, Gebet und gute Taten (z.B. Wohltätigkeit), die während der Yamim Noraim begangen werden, den Knecht im Himmel noch umstimmen. Diese Bücher werden dann an Yim Kippur geschlossen – dann muss man nicht mehr freundlich sein ;)

Zu den Traditionen in der Zeit gehört, dass man sich mit den Menschen ausspricht, denen man in dem vergangenen Jahr Probleme bereitet hat, Streit oder was auch immer hatte.

Hier noch ein paar Infos zum jüdischen Kalender (allerdings un Bezug auf das letzte Jahr) und ein Rezept für Lekach, einem jüdischen Neujahrskuchen. Den hätte man allerdings schon gestern backen müssen, da an Rosh Hashana nicht gearbeitet werden darf. aber vielleicht klappt es ja noch bis heute Abend ;)

Der Feiertag beginnt bei uns heute um circa 17:55 Uhr (bzw. 16:00 Uhr, wenn man sich an die weltliche Regelung hält) und endet am 20. mit Einbruch der Nacht.

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Jüdische Feiertage 5770

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [13. September 2009 | 24. Elul 5769] | [0 Kommentare]

Es ist bald mal wieder soweit, nach dem jüdischen Kalender fängt am Ende der Woche das neue Jahr an.
Deswegen hier die Auflistung der jüdischer Feier-, Fasten und Gedenktage für 5770 (תש״ע)

Das Jahr hat 12 Monate und ist shelema, d.h. komplett – die Monate Cheshvan und Kislev haben jeweils 30 Tage. Es ist das 13. Jahr des 304. kleinen Zyklus (Mondzyklus) und das 2. Jahr des 207. Großen Zyklus (Sonnenzyklus).

Erev Rosh Hashana (ערב ראש השנה‎)
29. Elul 5769 – 18.09.09
 
Rosh Hashana ( ראש השנה)
1. und 2. Tishri 5770 – 19.09. und 20.09.09
 
Tzom Gedaliah (צוֹם גְּדָלִיָּה‎)
3. Tishri 5770 – 21.19.09
 
Erev Yom Kippur (ערב יוֹם כִּפּוּר‎)
9. Tishri 5770 – 27.09.09
 
Yom Kippur (יוֹם כִּפּוּר‎)
10. Tishri 5770 – 28.09.09
 
Erev Sukkoth (עֶרֶב סֻכּוֹת oder ערב סוכות)
14. Tishri 5770 – 02.10.09
 
Sukkoth / Laubhüttenfest (סֻכּוֹת oder סוכות)
15. bis 21. Tishri 5770 – 03. bis 09.10.09
 
Shemini Atzeret (שמיני עצרת)
22. Tishri 5770 – 10.10.09
 
Smichat Torah (שמחת תורה)
23. Tishri 5770 – 11.10.09
 
Chanuka (חנוכה)
25. Kislev bis 2. Tevet 5770 – 12.12. bis 19.12.09
 
Asara B’Tevet (עשרה בטבת‎)
10. Tevet 5770 – 27.12.09
 
Tu B’Shevat (ט״ו בשבט) – Neujahr der Bäume (ראש השנה לאילנות)
15. Shevat 5770 – 30.01.10
 
Ta’anit Ester (תענית אסתר‎)
13. Adar 5770 – 25.02.10
 
Purim (פורים)
14. Adar 5770 – 28.02.10
 
Erev Pessach (עֶרֶב פֶּסַח)
14. Nisan 5770 – 29.03.10
 
Pessach (פֶּסַח)
15. Nisan bis 22. Nisan 5770 – 30.03. bis 06.04.10
 
Yom HaZikaron laSho’ah ve-laGvura – Gedenktag für die Opfer der Shoah und der Heldenhaftigkeit (Israel) (יום הזיכרון לשואה ולגבורה)
28. Nisan 5770 – 12.04.10
 
Yom HaZikaron – Gedenktag für die Gefallenen Soldaten und Opfer des Terrorismus (Israel) (יום הזכרון לחללי מערכות ישראל ולנפגעי פעולות האיבה‎)
5. Iyyar 5770 – 19.04.10
 
Yom Haatzma’ut – Unabhängigkeitstag (Israel) (יום העצמאות)
6. Iyyar 5770 – 20.04.10
 
Lag B’Omer (ל”ג בעומר)
18. Iyyar 5770 – 02.05.10
 
Yom Yerushalaim – Jerusalem Tag (Israel) (יום ירושלים)
28. Iyyar 5770 – 12.05.10
 
Erev Shavuot (ערב שבועות)
5. Sivan 5770 – 18.05.10
 
Shavuot (שבועות)
6. und 7. Sivan 5770 – 19. und 20.05.10
 
Shiv’ah Asar b’Tammuz (שבעה עשר בתמוז)
17. Tammuz 5770 – 29.07.10
 
Tisha B’Av (תשעה באב‎)
9. Av 5770 – 20.07.10
 
Tu B’Av (ט״ו באב‎)
15. Av 5770 – 26.07.10
 
Erev Rosh Hashana (ערב ראש השנה‎)
29. Elul 5769 – 08.09.10
 
Rosh Hashana ( ראש השנה)
1. Tishri 5770 – 09.09.10

Wie immer gilt: De Feiertage beginnen am Vorabend und enden am letzten Tag mit Sonnenuntergang (bzw. 16:00h).

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