Shemini Atzeret und Smichat Torah – שמחת תורה ושמיני עצרת

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [9. Oktober 2009 | 21. Tishri 5770] | [0 Kommentare]

TorahAm 22. Tishri, dem Tag nach dem siebten Tag von Sukkoth, ist der Feiertag Shemini Atzeret.

In Israel selbst ist Shemini Atzeret auch Simchat Torah – außerhalb Israels, wo manche Feiertage einen zusätzlichen Tage dauern, wird nur der zweite Tag von Shemini Atzeret als Simchat Torah gefeiert: Shemini Atzeret am 22. und 23. Tishri , Simchat Torah am 23. Tishri.

Üblicherweise werden beide Feiertage als Teil von Sukkoth betrachtet, was aber falsch ist: Shemini Atzeret ist nämlich ein eigenständiger Feiertag, an dem ein paar Bestimmungen, die für Sukkoth gelten, eben nicht gelten (z.B. Lulav und Etrog).

Wörtlich bedeutet Shemini Atzeret “Versammlung am achten Tag” und wird in der rabbinischen Tradition so erklärt: Gott ist wir ein Gastgeber, der die Leute für eine bestimmte Zeit zu sich einlädt, sich aber dann so amüsiert, dass er seine Gäste bittet, noch einen Tag länger zu bleiben.

Simchat Torah bedeutet “Freude in der Torah” und markiert die Vollendung des jährlichen Torah-Zyklus. Die wird einmal im Jahr ganz gelesen – angefangen mit dem ersten Kapitel der Genesis bis hin zum Ende von Deuteronomie. An Simchat Torah wird der letzte Abschnitt gelesen und dann gleich wieder mit dem ersten angefangen.

Die Vollendung eines Zyklus wird mit einem großen Fest begangen. Die Torah-Rollen werden in Prozessionen mit Gesang und Tanz um die Synagogen getragen.
Auch alkoholische Getränke sind in dieser Zeit üblich. So üblich, dass es die Tradition gibt, den Segen früher zu sprechen, um sicherzustellen, dass die Kohanim dann nicht schon zu betrunken sind, um ihre priesterlichen Pflichten zu erfüllen!

Shemini Atzeret fängt heute mit Sonnenuntergang an und dauert bis zum 10.10.2009 (bzw. 11.10.) – Smichat Torah beginnt am 10.10.2009 und endet mit dem Einbruch der Nacht am 11.10.2009.
Beides sind übrigens auch Feiertage, an denen das Arbeiten nicht gestattet ist.

Also: Fröhliches Feiern!

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Sukkoth – סֻכּוֹת

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [2. Oktober 2009 | 14. Tishri 5770] | [0 Kommentare]

SukkothSukkoth beginnt am 15. Tishri, am fünften Tag nach Yom Kippur.
Es ist ein recht drastischer Übergang: Vom wohl ruhigsten und bedeutensten Feiertag zu einem der fröhlichsten im Kalender. Für einen Urlaub in Israel ist Sukkoth allerdings mit die ungünstigste Zeit, da ganz Israel unterwegs ist – selbst die Orthodoxen nehmen sich eine Auszeit und fahren weg.

Sukkoth dauert insgesamt sieben Tage. Die beiden Tage nach dem Feiertag – Shemini Atzeret (שמיני עצרת) und Simchat Torah (שמחת תורה) – sind eigenständige Feiertage, die allerdings mit Sukkoth verbunden sind und werden manchmal auch als Teil davon betrachtet.

Als Feiertag wird Sukkoth in der Bibel in Levitikus 23:33 ff erwähnt:

Der Herr sprach zu Mose:
Sag zu den Israeliten: Am fünfzehnten Tag dieses siebten Monats ist sieben Tage hindurch das Laubhüttenfest zur Ehre des Herrn.
Am ersten Tag, einem Tag heiliger Versammlung, dürft ihr keine schwere Arbeit verrichten.
Sieben Tage hindurch sollt ihr ein Feueropfer für den Herrn darbringen. Am achten Tag habt ihr heilige Versammlung und ihr sollt ein Feueropfer für den Herrn darbringen. Es ist der Tag der Festversammlung; da dürft ihr keine schwere Arbeit verrichten.
Das sind die Festzeiten des Herrn, die ihr als Tage heiliger Versammlung ausrufen sollt, dazu bestimmt, für den Herrn Feueropfer, Brandopfer, Speiseopfer, Schlachtopfer und Trankopfer darzubringen, dem jeweiligen Tag entsprechend, abgesehen von den Sabbaten des Herrn und abgesehen von euren Geschenken, den gelobten und freiwilligen Gaben, die ihr dem Herrn gebt.
Am fünfzehnten Tag des siebten Monats, wenn ihr den Ertrag des Landes erntet, feiert sieben Tage lang das Fest des Herrn! Am ersten und am achten Tag ist Ruhetag.
Am ersten Tag nehmt schöne Baumfrüchte, Palmwedel, Zweige von dicht belaubten Bäumen und von Bachweiden und seid sieben Tage lang vor dem Herrn, eurem Gott, fröhlich!
Feiert dieses Fest zur Ehre des Herrn jährlich sieben Tage lang! Das gelte bei euch als feste Regel von Generation zu Generation. Ihr sollt dieses Fest im siebten Monat feiern.
Sieben Tage sollt ihr in Hütten wohnen. Alle Einheimischen in Israel sollen in Hütten wohnen, damit eure kommenden Generationen wissen, dass ich die Israeliten in Hütten wohnen ließ, als ich sie aus Ägypten herausführte. Ich bin der Herr, euer Gott.

Obwohl nur für den ersten Tag erwähnt, gilt das Arbeiten an den ersten beiden Tagen verboten. An den Tagen danach – den Chol Ha-Mo’ed – ist das Arbeiten wieder erlaubt.

Sukkoth ist das letzte der drei Wallfahrtsfeste (Shalosh R’galim), an denen nach Jerusalem gepilgert wurde, um im Tempel zu opfern.
Wie Pessach und Shavu’ot hat auch Sukkoth eine doppelte Bedeutung: zum einen ist es von historischem Interesse, zum anderen für die Landwirtschaft.
Der historische Aspekt erinnert an die vierzigjährige Wanderung durch die Wüste (wohl wegen fehlender Schilder und veralteter Karten), während der das Volk Israel in Laubhütten gewohnt hat.
Und dann ist Sukkoth das Erntedankfest (Chag Ha-Asif חַג הָאָסִף).

Wörtlich bedeutet “Sukkoth” ganz einfach “Hütten” (Singular= sukkah) und bezeichnet die eben die Hütten, in denen man während des Festes wohnt, um an die Wanderung zu erinnern.

Sukkoth beginnt in diesem Jahr (5770) mit dem Sonnenuntergang am 2. Oktober und endet mit dem Einbruch der Nacht am 09. Oktober.

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Jüdische Feiertage 5769

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [22. September 2008 | 22. Elul 5768] | [0 Kommentare]

Es ist bald mal wieder soweit, nach dem jüdischen kalender fängt in der kommenden Woche das neue Jahr an.
Deswegen hier die Auflistung der jüdischer Feier- Fasten und Gedenktage 5769:

Erev Rosh Hashana
29. Elul 5768 – 29.09.08
 
Rosh Hashana
1. und 2. Tishri 5769 – 30.09. und 01.10.08
 
Tzom Gedaliah (Fastentag)
3. Tishri 5769 – 02.10.08
 
Erev Yom Kippur
9. Tishri 5769 – 08.10.08
 
Yom Kippur
10. Tishri 5769 – 09.10.08
 
Erev Sukkoth
14. Tishri 5769 – 13.10.08
 
Sukkoth
15. bis 21. Tishri 5769 – 14. bis 20.10.08
 
Shemini Atzeret
22. Tishri 5769 – 21.10.08
 
Smichat Torah
23. Tishri 5769 – 22.10.08
 
Chanuka
25. Kislev bis 2. Tevet 5769 – 22.12.08 bis 29.12.08
 
Asara B’Tevet (Fastentag)
10. Tevet 5769 – 06.01.09
 
Tu B’Shevat
15. Shevat 5769 – 09.02.09
 
Ta’anit Ester (Fastentag)
13. Adar 5769 – 10.03.09
 
Purim
14. Adar 5769 – 10.03.08
 
Erev Pessach
14. Nisan 5769 – 08.04.09
 
Pessach
15. Nisan bis 22. Nisan 5769 – 09. bis 16.04.09
 
Yom HaSho’ah – Holocaust Gedenktag (Israel)
27. Nisan 5769 – 21.04.09
 
Yom Hazikaron – Gedenktag für die Gefallenen Soldaten und Opfer des Terrorismus (Israel)
4. Iyyar 5769 – 28.04.09
 
Yom Haatzma’ut – Unabhängigkeitstag (Israel)
5. Iyyar 5769 – 29.04.09
 
Lag B’Omer
18. Iyyar 5769 – 12.05.09
 
Yom Yerushalaim – Jerusalem Tag (Israel)
28. Iyyar 5769 – 22.05.09
 
Erev Shavuot
5. Sivan 5769 – 28.05.09
 
Shavuot
6. und 7. Sivan 5769 – 29. und 30.05.09
 
Shiv’ah Asar b’Tammuz
17. Tammuz 5769 – 09.07.09
 
Tisha B’Av
9. Av 5769 – 30.07.09
 
Tu B’Av
15. Av 5769 – 05.08.09
 
Erev Rosh Hashana
29. Elul 5769 – 18.09.09
 
Rosh Hashana
1. Tishri 5770 – 19.09.09

Ach ja, die Feiertage beginnen natürlich immer am Vorabend und enden am letzten Tag mit Sonnenuntergang (bzw. 16:00h).

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Sukkoth – סוכות

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [27. September 2007 | 15. Tishri 5768] | [0 Kommentare]

Sukkoth – oder das Laubhüttenfest – ist das dritte Wallfahrtsfest im jüdischen Kalender und dauert 7 Tage (15. bis 21. Tischri bzw. 27.09.07 bis 3.10.07).
Es erinnert an die 40 Jahre lange Wanderung durch die Wüste, die Mosche mit dem Volk nach dem Auszug aus Ägypten gemacht hat.
Entsprechend der Thora sind die Gläubigen verpflichtet 7 Tage, in einer Sukkah zu wohnen – im heutigen Israel heißt das, dass die Familien meist in einer solchen Hütte gemeinsam essen.
Die Sukkah wird mit bunten Lampen, Girlanden und – ganz wichtig – mit vier Pflanzen (Citrusfrucht, Palmzweig, Myrthe und Weide) geschmückt. Etrog (Zitrusfrucht) symbolisiert das Studium der Thora und das Einhalten der Gebote (Glauben und Taten); Lulav (Palmzweig) steht für Menschen mit Glauben, aber ohne Taten; Myrthe steht für Menschen die die Gesetze einhalten, aber ohne Glauben sind; die Weide (Arawa) schließlich für Menschen ohne Glaube und ohne Taten.

Am letzten Tag des Festes beginnt der neue Thora-Zyklus, d.h. die Lesung aus der Thora fängt von vorne an.

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Jüdische Feiertage 5768

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [14. September 2007 | 2. Tishri 5768] | [0 Kommentare]

Da nach den Feiertagsgrüßen immer viele Suchanfragen nach dem Datum anderer jüdischer Feiertage ankommen, hier die Liste der Feiertage für das Jahr 5768 (2007/2008):

Erev Rosh Hashana
29. Elul 5767 – 12.09.07
Rosh Hashana
1. und 2. Tishri 5768 – 13. und 14.09.07
Erev Yom Kippur
9. Tishri 5768 – 21.09.07
Yom Kippur
10. Tishri 5768 – 22.09.07
Erev Sukkoth
14. Tishri 5768 – 26.09.07
Sukkoth
15. bis 21. Tishri 5768 – 27.09.07 bis 3.10.07
Shemini Atzeret
22. Tishri 5768 – 4.10.07
Smichat Torah
23. Tishri 5768 – 5.10.07
Chanuka
25. Kislev bis 3. Tevet 5768 – 5.12.07 bis 12.12.07
Tu B’Shevat
15. Shevat 5768 – 22.01.08
Purim Katan
14. Adar I – 20.02.08
Purim
14. Adar II – 21.03.08
Erev Pessach
14. Nisan 5768 – 19.04.08
Pessach
15. Nisan bis 22. Nisan 5768 – 20.04.08 bis 27.04.08
Yom HaSho’ah – Holocaust Gedenktag (Israel)
26. Nisan 5768 – 1.05.08
Yom Haatzma’ut – Unabhängigkeitstag (Israel)
3. Iyyar 5768 – 8.05.08
Erev Shavuot
5. Sivan 5768 – 8.06.08
Shavuot
6. und 7. Sivan – 9. und 10.06.08
Erev Rosh Hashana
29. Elul 5768 – 29.09.08
Rosh Hashana
1. Tishri 5769 – 30.09.08

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Pessach – פסח

Abgelegt unter [Religion|Feiertage| bugger it] am [2. April 2007 | 14. Nisan 5767] | [0 Kommentare]

Am Montag Abend beginnt Pessach, eines der drei wichtigsten Feste neben Sukkoth und Shavuot. Das Fest geginnt am 14. Nissan und dauert acht Tage; Wie üblich bei so langen Festen sind eigentlich nur die ersten und letzten tage “richtige” Feiertage, die Zeit dazwischen zählen zu den Halbfeiertagen.
Anlass für das Fest Pessach ist der Auszug aus Ägypten, also die Befreiung aus der Gefangenschaft. Für Pessach gelten besondere Speiseregeln, z.B. darf nur ungesäuertes Brot (מצה) gegessen werden. Chamez, also alles aus Weizen, Gerste, Roggen, Hafer oder Dinkel, ist verboten. Üblicherweise wird das gnaze zeuchs auch aus dem Haus entfernt und am Vorabend (ערב פסח) das Familienoberhaupt die letzten Krümel zusammensammelt.

Der Sederabend – oder kurz Seder (סדר) bildet dann den Auftakt zum eigentlichen Fest und dazu werden sechs Speisen mit besonderer Bedeutung auf dem Sederteller serviert:

  • Karpass = Sellerie oder Petersilie als Symbol für die Erde
  • Maror = bittere Kräuter, ebenfalls als Symbol für die Bitterkeit des Sklavenlebens
  • Charosset = eine Mischung aus Apfel- bzw. auch Feigenstückchen und Datteln, Nüssen oder Mandeln
  • Zeroah = ein gerösteter Lammknochen (soll an die Opferung eines Lamms im Tempel erinnern)
  • Beitzah = ein Ei zum Zeichen der Trauer um den zerstörten Tempel
  • Chazereth – bitteres Gemüse, mit der gleichen Bedeutung wie Maror

Übrigens, diese grauenvolle bezeichnung “Pas’cha” (oder wie immer man das schreiben will) stammt wohl aus dem Aramäischen und bezeichnet im modernen Hebräisch das christliche Ostern.

Und weil es einige Leute gegeben hat, die nach einem Rezept für Purim gesucht haben, hier ein Rezept für

Charosset:

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Yom Kippur – ים כפור & Erntedank

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [1. Oktober 2006 | 9. Tishri 5767] | [0 Kommentare]

und wieder ein Fest… naja, eigentlich sind es zwei, oder doch nur eines, weil das eine erst heute abend beginnt und damit erst morgen so richtig stattfindet? Das mit den jüdischen Feiertagen ist immer etwas doof, da sie am Vortag (mit Sonnenuntergang) beginnen und bis zum nächsten sonnenuntergang dauern. Daher wäre heute noch Erev Yom Kippur. Ist so wie bei Weihnachten: Heilig Abend, der ist ja kein Feiertag als solcher, sondern erst der 25.
However… als Atheist finde ich Religionen und ihre Feiertage schon immer verwirrend und faszinierend zugleich.

..von daher:

allen ein fröhliches Erntedankfest und einen wunderschönen Yom Kippur!

Yom Kippur (יום כפור)

Der Tag der Versöhnung, der höchste Feiertag, findet 10 Tage nach Rosh ha-shana statt und bildet den Abschluss einer 40tägigen Zeit der Reue und die Erneuerung des Bundes mit dem Gott (Grund für diese Bußzeit war der Tanz um das goldene Kalb). Geht also prinzipiell darum, in sich zu gehen, seine Fehler zu überdenken, zu verzeihen und sich zu bessern.
Übrigens, in 5 Tagen ist Sukkoth (חג הסוכות) – das Laubhüttenfest ist die jüdische Variante des Erntedanks.

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