Wissenschaft und Religion

Abgelegt unter [Religion] am [24. Januar 2010 | 9. Shevat 5770] | [2 Kommentare]

SeelenlichterIrgendwie finde ich es witzig, dass gläubige Wissenschaftler immer noch verzweifelt versuchen, ihre theologischen (Wahn-)Vorstellungen in ihren Forschungen bestätigt zu finden. Wenn das nicht geht, dann doch zumindest versuchen die offenene Fragen des derzeitgen Wissensstandes mit ihren gelernten religiösen Motiven zu schließen.

Und warum tun sie das? Ganz einfach, weil Wissenschaft und Religion ja angeblich “dieselben Fragen” beantworten wollen. Wie beispielsweise die Frage, auf welche Weise die Seele – es wird natürlich angenommen, das das Ding existiert – des Menschen nach dem Tod ins Jenseits gelangt.

Nach Meinung eines Physikers aus Heidelberg beschleunigt die Seele auf Lichtgeschwindigkeit und wird dann selbst zu etwas wie Licht.
Und in diesem Licht ist selbiges dann natürlich auch gleich (christlicher) Gott: “Ich gehe heute so weit zu sagen, dass Licht und Gott im Grunde Synonyme sind.”

Klar, deswegen auch die Heiligenscheine, da knallt die christengöttliche Erleuctung in Form von Seelen durch den Schädel.

Q: Moderne Physik und Religion
Es gibt auch einen Podcast bei SWR1 – Leute.

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Ein Mythos weniger

Abgelegt unter [Allgemein] am [13. Oktober 2008 | 14. Tishri 5769] | [0 Kommentare]

Wie “böse” amerikanische Wissenschaftler nun per DNA-Analyse herausfanden, handelt es sich bei den im nordindischen Bundesstaat Meghalaya aufbewarten Haaren des legendären Schneemenschen um ordinäre Haare einer Bergziege.

Diese ist – im Gegensatz zum Yeti – wird lediglich bis zu 130 cm hoch und keine 3 Meter. Dumm gelaufen.

Aber auch die neuen wissenschaftlichen Ergebnisse halten Yeti-Gläubige nicht davon ab, weiterhin fest an den Yeti zu glauben.

So meint Dipu Marak, ein überzeugter Anhänger: While these results are discouraging, it does not affect my firm conviction that there is a yeti-like creature out there, [...] It has been seen too often for it to be dismissed as nothing more than a myth.

Ich vermute, er ist nicht der einzige, der weiterhin an eine von Elfen, Feen, Engeln, Schneemenschen, Geistern und Göttern bevölkerte Welt glauben wird.

Q: BBC

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Froll'n Leichnam

Abgelegt unter [Religion|Feiertage] am [22. Mai 2008 | 17. Iyyar 5768] | [0 Kommentare]

Was tun bei so einen komischen Feiertag, wenn man kein Kathole ist und hinter einer Oblate herläuft?

Lesen:
Exploding star caught in the act
Sound ’cause of shadow spectacle’
New dinosaur tracks discovered

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GRB 080319B

Abgelegt unter [Allgemein] am [22. März 2008 | 15. AdarII 5768] | [0 Kommentare]

Am Mittwoch um 07:12 MEZ hat der am 20. November 2004 gestartete Nasa-Satellit Swift einen Gammastrahlen-Ausbruch (GBR: Gamma Ray Burst) beobachtet, der 2,5 Millionen Mal heller war als die bisher leuchtstärkste beobachtete Supernova und damit heller leuchtete als eine ganze Galaxie.

Um von uns wahrgenommen zu werden, musste das Licht der Explosion etwa 7,5 Milliarden Lichtjahre zurücklegen. Zur Verdeutlichung der Entfernung – sofern das überhaupt möglich ist – die uns nächstgelegene Spiralgalaxie M31 (NGC 224) im Sternbild Andromeda ist lediglich schlappe 2,7 Millionen Lichtjahre weit weg.

Der Gammastrahlen-Ausbruch, mit dem poetischen Namen GRB 080319B, ist damit das fernste bekannte Objekt, das ohne Hilfsmittel am Nachthimmel wahrzunehmen war.

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Weinkenner

Abgelegt unter [bugger it] am [26. Februar 2008 | 20. AdarI 5768] | [0 Kommentare]

Das Ergebnis einer Studie des California Institute of Technology und der Stanford Business School muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, es ist einfach zu köstlich:

Der Preis einer Weines bestimmt, ob der Wein als angenehm oder unangenehm im Geschmack bewertet wird.

Die 20 Versuchspersonen berichteten übereinstimmend, dass sie den Geschmack des 90$ teuren Weines dem des 5$-Weines, den Wein für 45$ dem Wein für nur 35$ vorzogen, auch wenn es sich dabei jeweils um den selben Wein handelte!

Ranking: Preis und GeschmackRanking: Preis und Geschmack
CalTech, Stanford

Gestützt werden die Ergebnisse dieses Geschmackstests durch die gleichzeitig durchgeführten Hirn-Scans (FMRI = functional magnetic resonance imaging). Es konnte damit gezeigt werden, dass die Änderung des Preises das assoziierte Geschmacksempfinden (angenehm/unangenehm) beeinflussen kann.

Auswertung FMRIAktivität im Lustzentrum des Gehirns: Die Aktivität ist deutlich größer, wenn die Probanden glaubten, dass der Wein 90$ (grüne linie) statt 10$ (blaue Linie)kostet.
CalTech, Stanford

Grund: Bei angeblich teuren Weinen wird mehr Blut und Sauerstoff in den Teil des Gehirns geleitet, der bei angenehmen Reizen aktiv ist (medial-orbitofrontaler Cortex).

Q: Caltech Media Relations

Na denn: PROST!

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Fernsehtipp: Das Geschäft mit den Sternen

Abgelegt unter [Religion] am [2. Februar 2008 | 26. Shevat 5768] | [Kommentieren nicht möglich]

Zwar auch nur eine Wiederholung vom 01.02.08 bzw. der SWR-Dokumentationsreihe betrifft, aber dennoch (nochmals) sehenswert.

Thema
Haben die Sterne Einfluss auf unser Leben? Könnten wir reich und glücklich werden, wenn wir nur unser Horoskop zu deuten wüssten? Gudrun Thoma und Sebastian Schütz haben Astrologen und Wissenschaftler, Anhänger und Gegner aufgesucht, um herauszufinden, was dran ist am Mythos der Astrologie. Eine Dokumentation zwischen Magie, Wahrheit und Geschäftemacherei.

Viele Astrologen bieten ihre Dienste an und versprechen, uns Neuigkeiten über uns und unser Leben zu verraten. Deutschlands Starastrologe Winfried Noe hat sogar einen eigenen Fernsehsender gegründet, “Astro TV”, um den Zuschauern Lebenshilfe per Telefonberatung zu bieten.

Andere “Sternenkundige” versprechen Lotto- oder Börsengewinne durch ihre Horoskope. Wissenschaftler erklären die Astrologie seit Jahrzehnten für unnützen Hokuspokus, und dennoch fühlen sich viele Menschen von den Weissagungen der Astrologen magisch angezogen. Astrologie kann funktionieren, obwohl ihre Vorstellungen völlig abstrus sind, lautet etwa die Antwort eines Wissenschaftlers.

Dokumentation von Sebastian Schütz und Gudrun Thoma (2006)
Quelle:Phoenix

Sendedatum: 04.02.2008 (Wh.)
Uhrzeit: 11:00
Sender: BR-alpha

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Papst an Universität nicht willkommen

Abgelegt unter [Allgemein] am [15. Januar 2008 | 8. Shevat 5768] | [0 Kommentare]

Der Rektor der römischen Universität “La Sapienza”, Renato Guarini, hat Herrn Ratzinger – mittlerweile besser bekannt als B16 – eingeladen, am kommenden Donnerstag in einem kleinen Festakt das neue akademische Jahr zu eröffnen.

Dann forderten insgesamt 67 Professoren (darunter gar der Präsident des Nationalen Forschungsrates Luciano Maiani), dass der B16 wieder ausgeladen wird. Grund für diesen Papst-Boykott ist eine Äußerung Ratzingers aus dem Jahr 1990, bei der er auf einer Veranstaltung den Prozess gegen Galileo Galilei als “gerecht” und “vernünftig” bezeichnet hat.

Witzigerweise wurde die Universität 1303 von einem Vorgänger B16 gegründet – wie der Papst-Sender “Radio Vatikan” verlautbaren lies. Wahrscheinlich soll damit angedeutet werden, dass es ohne Christentum keinen Wissenschaft gebe – wundern würde es mich nicht.

Neben den Professoren wollen auch viele Studenten der naturwissenschaftlichen Fakultäten, dass B16 zu Hause bleibt:
Protestplakate mit “La sienca é laica” oder “No Pope” zieren nun die Universitätsgebäude; Physikstudenten veranstalten eine antiklerikale Woche. Der Protest scheint auch nicht auf Rom beschränkt zu bleiben: Studenten aus ganz Italien wollen anreisen, um gegen den Papst zu demonstrieren.

Ihre Forderung: Die Universität muss vom Vatikan unabhängig bleiben.

Es soll natürlich nicht verschwiegen werden, dass nicht alle Studenten sich an den Protesten beteiligen, sondern mit Gebeten in der Uni-Kapelle eine Mahnwache veranstalten.

Und das schöne: ES HAT GEKLAPPT!

Mehr Informationen bei Corriere della Sera.it: Ratzinger non andrà alla Sapienza

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Onkel-Stolz

Abgelegt unter [Allgemein] am [10. Dezember 2007 | 1. Tevet 5768] | [0 Kommentare]

Kann immer wieder nur betonen, dass ich meinen Neffen liebe! Insbesondere, wenn ich von ihm ein unerwartetes Geschenk bekomme, bei dem man merkt, dass er sich mit seinen knapp 11 Jahren Gedanken gemacht hat.
So habe ich von ihm ein wunderschönes kleines Buch bekommen: “Wie alles begann. Erde. Himmel. Leben. Tod.” von Sophia Lyon Fahs und Dorothy T. Speerl – erstmals 1937 erschienen.
Das Buch behandelt Mythen und Legenden verschiedener Völker und Religionen über den Ursprung der Dinge – diese Mythen (als naive Erklärungen der Menschen herausgestellt) machen ca. die Hälfte der Seiten aus, die andere Hälfte berichtet über die Erkenntnisse der Wissenschaft zu diesen Themen.

Einfach herrlich zu lesen!

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Anti-Kreationismus-Resolution angenommen

Abgelegt unter [Allgemein] am [8. Oktober 2007 | 26. Tishri 5768] | [0 Kommentare]

Die Parliamentarier des 47 Nationen umfassenden Europarates haben die Resolution The dangers of creationism in education angenommen und empfehlen den Mitgliedsstaaten to firmly oppose the teaching of creationism – which denies the evolution of species through natural selection – as a scientific discipline on an equal footing with the theory of evolution.Die Resolution wurde mit 48 gegen 25 Stimmen und 3 Enthaltungen angenommen (Abstimmungsergebnis nach Ländern und Abgeordneten).

Die parlamentarische Versammlung des Europarates (PACE) erklärte dazu: If we are not careful, creationism could become a threat to human rights.

Die ehemalige luxemburgische Bildungsministerin Anne Brasseur sagte: It is not a matter of opposing belief and science, but it is necessary to prevent belief from opposing science.

Des weiteren wurde von den Abgeordneten darauf hingewiesen, dass das Hauptziel der Kreationisten – die in de Regel aus dem christlichen oder muslimischen Lager kommen – die Bildung sei und Kreationisten zu erreichen versuchten, dass ihre Ideen in die naturwissenschaftlichen Lehrpläne der Schulen aufgenommen werden. Es wurde darauf hingewiesen, dass Kreationismus keine wissenschaftliche Disziplin darstellt: Creationism cannot, however, lay claim to being a scientific discipline.

Die Abgeordneten erläuterten weiter, dass eine reale Gefahr einer schwerwiegenden Verwirrung bei Kindern bestünde, wenn Glaube und Wissenschaft vermischt würden: The theory of evolution has nothing to do with divine revelation but is built on facts.

Die Gefahr bei “intelligent design” läge darin, dass hier auf subtilem Weg versucht werde, dem Ganzen einen wissenschaftlichen Anstrich zu verpassen.

Auch auf den wachsenden Einfluss von kreationistischen Ideen in Europa wurde hingewiesen: Creationism … was for a long time an almost exclusively American phenomenon… today creationist ideas are tending to find their way into Europe and their spread is affecting quite a few Council of Europe member states.

Hier noch einige Auschnitte aus der Debatte:

Those creationists claimed that changes perceived on the earth were not the result of evolution, but were willed by God. Such people were trying to bring the realm of belief into the body of science in order to discredit Darwin’s theory of evolution.Anne Brasseur (LUX)

The most intransigent supporters of creationism believe that the earth is only 6 000 years old and that dinosaurs and human beings once lived side by side. We can laugh about that. However, when we hear that 64% of Americans favour teaching intelligent design alongside evolution, and that 38% of them support abandoning the teaching of evolution in publicly owned schools, that is not so funny. When we hear education ministers in European countries questioning evolution, we realise that the fundamentalist campaign has had an impact.Morgan Johanssen (SF)

Every child has the right to hear what science has so far revealed about the world. It is not up to parents to decide. As a parent, one often feels that children are a wonderful gift. In some respects they are a gift, but we do not own them. They are individuals, with their own rights. They have the right to explore the world and hear what science has to say about nature, mankind and the universe. Every child has the right to seek its own answers to the deep philosophical and existential questions.

The creationists are threatening those rights… We should not let them succeed in Europe.Morgan Johanssen (SF)

Kleine Anmerkung: der Bezug auf die Menschenrechte sollte mit dem Änderungsantrag 3 (Amendmend 3) gestrichen werden, der wurde glücklicherweise mit 43 zu 27 Stimmen abgelehnt!

The issue involves fighting against fundamentalism and tendencies in society aimed at taking over our thinking. People want to stop us expressing our views. Whether it is a cartoon of Mohammed portrayed as a dog or whether it is something else, we must be careful to fight off such tendencies in society. We must stand on a scientific platform. Freedom of speech and expression go hand in hand with the absolute need to have a scientific platform in education.Göran Lindblad (SF)

Mehr Informationen bei Council of Europe

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Fernsehtipp: Menschen bei Maischberger

Abgelegt unter [Religion] am [29. September 2007 | 17. Tishri 5768] | [Kommentieren nicht möglich]

Zwar nur die Wiederholung, aber auf jeden Fall lohnenswert!

Thema Scientology: Wie gefährlich ist die Psychosekte?

Gäste: Die Scientology-Kritikerin Ursula Caberta, der nervige Jürgen Fliege (Pfarrer, TV-Moderator und Allesversteher), Günther Beckstein (Bayerischer Innenminister und direkt sympathisch), Werner und Gaby Hubeny Scientology-Aussteiger, Hubert Seiwert (Religionswissenschaftler).

Ursula Caberta, Deutschlands härteste Scientology-Kritikerin (Schwarzbuch Scientology), kämpft seit Jahren gegen die Organisation und fordert deren Verbot. Eine Überwachung durch den Verfassungsschutz reiche nicht aus. Die Leiterin der Hamburger Arbeitsgruppe Scientology warnt: “Wir haben es hier mit einer politisch extremistischen Bewegung zu tun die unter dem Deckmantel der Religion daherkommt.”

Die Fliege plädiert für Gelassenheit im Umgang mit der Organisation: “Scientology ist eine Religion und eine neue Religionsgemeinschaft hat in Deutschland keine Chance”. (Noch nie hat mir der Mann so genervt wie in dieser Sendung!)

Günther Beckstein “Scientology ist eine Gefahr für unser ganzes Gesellschaftssystem”. Er wirft der Organisation eine “menschenverachtende Psycho-Ideologie” vor die eine totalitäre Gesellschaft aus gefügigen Anhängern einfordere. Scientology sei keine Kirche und werde zu Recht vom Verfassungsschutz beobachtet.

Werner und Gaby Hubeny Neun Jahre lang war das Ehepaar aus Hamburg Mitglied bei Scientology. Doch nach leiser interner Kritik wurden Werner und Gaby Hubeny von der US-Zentrale zu “offiziellen Feinden” erklärt. Nach Jahren der Zurückhaltung wagen die Aussteiger jetzt erstmals öffentliche Kritik: “Scientology nimmt den Menschen auseinander und setzt ihn robotergleich wieder zusammen.”

Hubert Seiwert (Professor für Religionswissenschaft) vermisst den Beweis dass von Scientology eine Gefahr für die freiheitliche Grundordnung ausgeht. Er war Mitglied der Enquete-Kommission des Bundestags für Sekten und Psychogruppen.

Sendedatum: 29.09.2007
Uhrzeit: 23:35 bis 00:50
Sender: 3sat

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