Abgelegt unter [bugger it] am [22. Januar 2010 | 7. Shevat 5770] | []
Früher durften sie noch selber Hand anlegen und Bücher auf Scheiterhaufen verbrennen, dann kam die aufklärung und nun müssen sie sich anderer Mittel bedienen, um unerwünschte Berichterstattung loszuwerden:
Der Blog Brights Marburg wurde abgemahnt: Bingo! Abmahnung.
Warum nur der Blog abgemahnt wurde und nicht das Regensburger Wochenblatt? Tja, die Wege des Herrn sind unbegreiflich
Mehr dazu auch im Blog Brights – Die Natur des Zweifels: Abmahnung: Berichterstattung über pädophilen Priester unerwünscht.
Tags [Abmahnung][Brights][Kirche][Pädophilie][Zensur]
Abgelegt unter [Quotes] am [4. Januar 2010 | 18. Tevet 5770] | []
How has the church in every age, when in authority, defended itself? Always by a statute against blasphemy, against argument, against free speech. And there never was such a statute that did not stain the book that it was in and that did not certify to the savagery of the men who passed it. Robert G. Ingersoll
Tags [Blasphemie][Robert Green Ingersoll][Zensur][Zitat]
Abgelegt unter [Religion] am [2. Januar 2010 | 16. Tevet 5770] | []
Seit heute ist in der Republik Irland – einem angeblich modernen und demokratischen EU-Staat – ein neues Zensur-Gesetz in Kraft getreten.
Dieses “Gesetz” stellt Blasphemie – oder auch nur das, was dafür gehalten wird – zu einem Verbrechen gemacht. Abfällige Äußerungen oder Veröffentlichungen gegen Religion kann mit einer Geldstrafe von 25.000 Euro geahndet werden.
Wiedereinmal haben es diese Religions-Wahnsinnigen geschafft uns ins Mittelalter zurück zu katapultieren: Zensur im Namen einer Religion. Bin mal gespannt, wie lange es noch dauert, bis es bei uns wieder normal sein wird, Religionskritiker zu steinigen oder zu verbrennen.
Merh Informationen und die Aktion gegen dieses Zensurr-Gesetz unter blasphemy.ie.
Tags [Blasphemie][EU][Irland][Wahnsinnige][Zensur]
Abgelegt unter [Israel] am [4. September 2009 | 15. Elul 5769] | []
Die “Ferror (feminist terrorism) art exhibition” in Tel Aviv wird ohne die umstrittenen Madonnen eröffnet.
Die Bilder von Galina Bleich und Liliah Check zeigen sieben Selbstmordattentäterinnen als Madonnen mit dem Jesuskind auf dem Arm.
Angehörige von Terroropfern und politische Organisationen haben protestiert und – wie es aussieht – wieder einmal erfolgreich Zensur geübt. Schade.
Q: ynetnews.com Pictures of ‘holy terrorists’ to be removed from exhibition
Q: SPON Terroristen-Darstellung als Mutter Gottes empört Israelis
Tags [Israel][Kunst][Madonna][Religion][Selbstmordanschlag][Terror][Zensur]
Abgelegt unter [Religion] am [21. August 2009 | 1. Elul 5769] | []
Mit einem Auftrittsverbot wurde die Pop-Sängerin Doda Elektroda nun in ihrer Heimat Polen belegt. Grund: Dorota Rabczewska – so ihr richtiger Name – sagte in einem Interview:

Die Bibel ist super, wirklich geil, voller interessanter Geschichten. Ich frage mich nur, warum es darin keine Dinosaurier gibt. Ich bin ein sehr realistischer Mensch. Ich glaube nur, was ich mit eigenen Augen sehen kann. Daher fällt es mir schwer, an ein Buch zu glauben, das von einem besoffenen Weintrinker und Kiffer geschrieben worden ist.
Tja, das war dann wohl zuviel für das bibeltreuen und papstdevotenTV-Sender TVP. Die Frau wurde vom Bildschirm verbannt und ein papstarschkriechender PiS-Politiker hat gleich mal eine Anzeige erstattet. Soviel zu (religiöser) Meinungsfreiheit!
Dieses Vorgehen ist der endgültige Beweis dafür, dass unser Nachbarland zu einer christlichen Diktatur gemausert hat. Die armen Polen!
Q: Pop-Sternchen Doda Elektroda rührt am Heiligsten
Tags [Bibel][Christentum][Polen][Zensur]
Abgelegt unter [Religion] am [27. Juli 2009 | 6. Av 5769] | []
Als eine nicht hinnehmbare Zensur
bezeichnet Constantin Costa-Gavras die Kürzung seines Filmes, der die Geschichte der Akropolis im neuen Athener Museum zeigen soll.
Laut Museum haben sich Besucher über den Film beschwert, allerding ist davon auszugehen, dass die Museumsverwaltung sich auf Grund von Protesten der griechisch-orthodoxen Kirche zu dieser Zensurmaßnahme hat überreden lassen.
Denn in der herausgeschnittenen Szene erklimmen Christen mit Leitern den Parthenon-Tempel um diesen zu zerstören und Darstellungen der Götter und deren Statuen zu entfernen.
Sowas passt schließlich nicht zum christlichen Selbstverständnis, da sieht man sich ja lieber als Förderer der Künste und nicht als Zerstörer selbiger.
Q: 3sat
Tags [Akropolis][Athen][Christen][Constantin Costa-Gavras][Griechenland][griechisch-orthodox][Museum][Parthenon][Religion][Zensur]
Abgelegt unter [Allgemein] am [6. März 2008 | 29. AdarI 5768] | []
Endlich mal eine gute Nachricht: Das Buch “Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel” wurde als nicht jugendgefährdend beurteilt und darf somit weiter verkauft werden.
Mehr Informationen beim h|pd Indizierungsantrag abgelehnt
Tags [Atheismus][Ferkelbuch][Randnotizen][Zensur]
Abgelegt unter [bugger it] am [3. März 2008 | 26. AdarI 5768] | []
Kunst und Religion scheint nicht wirklich zu funktionieren – solange es sich nicht um religös erbauliche Kunst handelt und diese sich auch noch im Rahmen der jeweiligen religiösen Gebote/Vorstellungen bewegt.
Kritik an Religion in Form von Kunst geht mal gar nicht, egal ob Karikaturen eines Propheten, Schoko-Jesus, Micky-Maus-Jesus, Theater, Oper, Film oder ein atheistisches Kinderbuch.
Und dabei ist es auch vollkommen egal, um welche Religion es sich handelt – irgendein frömmelnder Gläubiger oder religiöse Funktionsträger wird sich immer auf die Füße getreten fühlen und nach Zensur oder schärferen Gesetzen schreien. Wahlweise auch mit Gewalt drohen oder – ganz fromm – auch Gewalt anwenden.
Ganz aktuell fühlen sich wieder religöse Muslime von der Kunst beleidigt. Sie fordern die Schließung bzw. Zensur einer Ausstellung der dänischen Künstlergruppe Surrend im Kunstverein Tiergarten in Berlin.
Aufgebrachte (oder doch eher aufgestachelte?) Gläubige sollen verlangt haben, dass ein Poster der Künstlergruppe aus der Ausstellung entfernt werden soll und haben gedroht, Steine zu werfen. Grund: auf einem Bild ist die Kaaba – das zentralen Heiligtum des Islam (übrigens noch aus heidnischer Vorzeit) – abgebildet und überschrieben mit den Worten “Dummer Stein”.
Mehr Informationen zu Surrend und der Berliner Ausstellung:
SURREND | Subversive Praxis im öffentlichen Raum
Karikaturenstreit, die Zweite
SATIRISCHE KUNST Berliner Ausstellung schließt nach Gewaltdrohung
KULTURKAMPF IN BERLIN “Sonst fliegen Steine!”
KUNSTFREIHEIT Berliner Ausstellung bekommt Polizeischutz
STREIT UM BERLINER AUSSTELLUNG “Kunst darf nicht ins Ghetto”
Bin ja mal gespannt wie lange es noch dauert, bis Hinweisschilder à la “Diese Ausstellung/Dieses Buch/Dieses XYZ könnte religiöse Hirngespinnste Gefühle verletzen – Betrachten/Betreten/Lesen auf eigene Gefahr” angebracht werden müssen.
Aber vielleicht wäre das auch ein gute Idee, dann können die Fanatiker von vorne rein draußen bleiben und müssen sich dann auch nicht mehr aufregen.
Selber schuld, wer dann noch reingeht.
Tags [Gewalt][Kunst][Religion][Satire][Zensur]
Abgelegt unter [bugger it] am [19. Februar 2008 | 13. AdarI 5768] | []
Rushdies Roman “Die satanischen Verse” – erschienen 1988 – erregte gleich seiner Veröffentlichung den Zorn der islamischen Fundamentalisten. Insbesondere der damals schon greise Ajatollah Khomeini hatte Rushdie auf dem Kieker: er sprach gleich eine Fatwā (religiöses Gutachten), in Rushdies Fall die Todesstrafe, aus und rief die muslimische Welt auf Rushdie zu töten. Für den Mord soll/te es dann auch noch schlappe 3 Millionen Dollar (mittlerweile 6 Millionen) als Belohnung geben.
Zwar distanzierte sich im Jahr 1998 die Regierung Teherans in einer offiziellen Erklärung von der gegen Rushdie verhängten Fatwā und der iranische Präsident erklärte den Fall Rushdie auf einer UNO-Versammlung als abgeschlossen, aber geändert hat sich an Rushdies Situation wenig, denn nach religiös-islamischer Auffassung kann die Fatwā gar nicht aufgehoben werden kann.
Die Folge: Salman Rushdie musste untertauchen und kann immer noch kein normales Leben ohne Polizeischutz führen.
<ironie >Religion sei Dank! </ironie >
Nach Veröffentlichung Salman Rushdies Roman “Die satanischen Verse” Anfang des Jahres in Rumänien, ist auch die rumänisch-orthodoxe Kirche auf diesen Zensur-Zug aufgesprungen. Zwar nicht mit einem Mordaufruf, aber mittels Blasphemie-Gesetzen.
Ein 2006 verabschiedetes Gesetz ermöglicht diese Zensur: es verbietet jede Form, jedes Mittel, jeden Akt religiöser Anfeindung
und die öffentliche Beleidigung religiöser Symbole
.
Kurz nach der Veröffentlichung des Buches schaltete sich Patriarch Daniel Ciobotea – Chef der rumänisch-orthodoxen Geistlosiglichkeit – ein und brandmarkte das Buch als als blasphemisches Machwerk, dass die “geistlichen Werte und religiösen Symbole” verunglimpfe. Das Werk des indisch-britischen Schriftstellers riskiere, eine Religion zu beleidigen, heißt es in einer Mitteilung des Patriarchates in Bukarest.
Tags [Buch][Religion][Rumänien][Salman Rushdie][Zensur]
Abgelegt unter [bugger it] am [16. Februar 2008 | 10. AdarI 5768] | []
Zwar sei das Ferkelbuch ein “perfides Machwerk”, aber ohne strafbare Inhalte – so zumindest die Aussage des leitenden Staatsanwaltes Aschaffenburg, der – glücklicherweise! – das Verfahren nun eingestellt hat. Jetzt steht “nur” noch die die Prüfung der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften am 6. März aus. Wie neutral diese Stelle entscheiden wird, muss sich zeigen. Denn in diesem Gremium dürfen auch Vertreter der Kirchen über die Indizierung mitentscheiden!
Klingt für mich sehr nach Ankläger und Richter in einer Person… und irgendwie hinterfotzig… ähm…perfide :itwasntme:
Zur Info: Bei der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft hatte im Dezember ‘07 die Diözese Rottenburg-Stuttgart wegen des Kinderbuchs Wo bitte geht’’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel
Strafanzeige gegen den Alibri Verlag erstattet.
Quelle:Nur ein “perfides Machwerk”.
Tags [Alibri Verlag][Aufklärung][Buch][Ferkelbuch][Kinder][Nynke][Religion][Schmidt-Salomon][Zensur]
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